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  • Villa-Abend mit Bernd Aretz
  • Die PTH begeht ihren Dies academicus
  • Klaus-Bernward Springer zum Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte ernannt
  • Erster Villa-Abend im Wintersemester 2016/17

Die PTH lädt ein zur Summerschool

Nach erfolgreichem Auftakt der Summerschool im letzten Jahr lädt die PTH auch in diesem Jahr vom 10. bis 13. Juli 2017 wieder zu einer Summerschool ein. Nähere Informationen über das Angebot finden Sie hier.

Zu weiteren aktuellen Veranstaltungen der PTH gelangen Sie hier.

Neue Publikation von Prof. Dr. Ulrich Engel erschienen

Ulrich Engel
Politische Theologie "nach" der Postmoderne
Geistergespräche mit Derrida & Co.

Gründewald-Verlag, Ostfildern 1. Auflage 2016, 3. Auflage 2017

Die von Johann B. Metz konstatierte »Gotteskrise« betrifft nicht nur die Theologie, sie stellt radikal die universalen Grundlagen unseres Zusammenlebens in Frage: die Verantwortung dem bzw. den anderen und Fremden gegenüber. Wo der überlieferte starke Grund nicht länger trägt und Krisenerfahrungen das menschliche Handeln bestimmen, ist nach neuen Begründungen unserer Hoffnung zu fragen.
Ulrich Engel macht deshalb die philosophische Dekonstruktion der Postmoderne für den politisch-theologischen Diskurs fruchtbar. Seine Reflexionen setzen an bei den Erfahrungen des Nichtidentischen, des Bruchs, der Leerstelle. Im Gespräch mit Denkern wie G. Agamben, M. de Certeau, J. Derrida oder J.-L. Nancy erprobt er ein anderes, theologisch-schwaches Denken des Politischen.

IUNCTUS stellt sich vor!
Christliche Identität mit praktischem Handeln verbunden

Was zeichnet IUNCTUS aus? Was bietet IUNCTUS an? Welche Personen geben IUNCTUS ein Gesicht? Erfahren Sie mehr über das neue Institut der PTH Münster.

Die aktuelle Broschüre zum IUNCTUS – Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität können Sie hier (3 MB) downloaden.

"Alles wirkliche Leben ist Begegnung" (Martin Buber)

Am 19. Januar 2017 fand der erste Villa-Abend im Jahr 2017 statt. Bernd Aretz, Historiker und Theologe, Chefredakteur für die theologische Fachzeitschrift "Das Prisma", führte informativ und inspirierend zu Martin Buber, einer der herausragenden Persönlichkeiten des deutschsprachigen Judentums, hin. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in sein bewegtes Leben und wichtige Stationen – von Wien nach Galizien über Deutschland nach Jerusalem. Da, wo die echte Begegnung zwischen Menschen stattfindet, ist für Martin Buber auch der Raum Gottes, da errichtet Gott seine Wohnung, da ereignet sich die Schechina, die Gottesgegenwart unter den Menschen, so Aretz.
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Glauben Denken Leben

In völlig neuem Design und inhaltlich neu konzipiert erschien anlässlich des Dies academicus unter dem Titel Glauben Denken Leben der Hochschulbericht der PTH. Er informiert über die vielfältigen Tätigkeiten und Veranstaltungen der PTH im Studienjahr 2015/16 und dokumentiert die wichtigen Schritte, die die PTH und ihre Dozierenden für die Schärfung des spiritualitätstheologischen Profils der Hochschule gesetzt haben. Der Hochschulbericht gibt so Einblick in das Leben der Hochschule und macht Lust auf ein Studium an der PTH. Stöbern Sie hier (6.3 MB) .

Dies academicus der PTH

Am 8. Dezember 2016 erlebte die PTH Münster einen weiteren spannenden Dies academicus. Der Studientag widmete sich in diesem Jahr dem Thema „Evangelisation und Spiritualität“. In welchem Verhältnis steht die Verkündigung des Evangeliums, die Weitergabe des Glaubens zu dem, was wir Spiritualität nennen?
Eine solide Grundlegung mit ökumenischem Horizont bot zum Ausgangspunkt Prof. Dr. Johannes Zimmermann, Universität Greifswald, der aus lutherischer Perspektive Spiritualität als Grundlage, Mittel und Ziel von Evangelisation skizzierte. Bei seiner Feststellung, dass auch die Christuserkenntnis nicht dem freien Willen des Menschen entspringe, sondern ein Schöpferakt Gottes sei, wurde der protestantische Akzent deutlich.
Elisabeth Neuhaus berichtete über praktische Erfahrungen aus dem Bistum Dresden-Meißen. Das vor dem Hintergrund der DDR-Vergangenheit zu verstehende Kirchenmodell, so lange wie möglich am Bewährten festzuhalten, wird konfrontiert mit dem Bestreben, eine Versorgung im Mangel gewährleisten zu können, aber auch mit einem Modell der Umorientierung, das neue, unbekannte Wege betreten möchte. Konflikte bleiben dabei nicht aus. Am Ende stand eine geistliche Vision: Es gilt Räume der Freiheit zu eröffnen. Nicht auf das Was, sondern das Wie eines demütigen, beziehungsgestützten Glaubens kommt es an, vgl. Mt 9,29: „Wie ihr geglaubt habt, so soll euch geschehen“.
In einem packenden Vortrag „Jenseits von Dogma und Moral? Evangelisierung in postsäkularen Kontexten“ analysierte Prof. Dr. Hans-Joachim Höhn, Universität zu Köln, mit intellektueller Brillanz Phänomene zeitgenössischer Religiosität zwischen Säkularisierungsresistenz und mangelnder Modernitätskompatibilität. Ob Kirche, wenn sie sich allzu sehr auf die Megatrends von Individualisierung, Ästhetisierung und Erlebnisorientierung einlässt, nicht den Zumutungen des Evangeliums ausweicht – fragte sich Höhn am Ende in ehrlichem Selbstzweifel.
Unter dem Titel „Geht doch! Evangelisation zwischen gefühltem Mangel und neuem Reichtum“ entfaltete Dr. Christian Hennecke (Bistum Hildesheim) in vielen Facetten und Beispielen, dass es den Blick nicht auf die Defizite, sondern das „Gottvolle“ zu richten gilt. Dabei kommt es auf jeden Einzelnen an, denn „Priester haben die Kirche noch nie erneuert“.
Für den öffentlichen Vortrag am Abend ging die Hochschule im Rahmen des Actus academicus ein Wagnis ein. Dr. Johannes Hartl, Gründer des Gebetshauses Augsburg hielt einen bewusst unakademischen, charismatischen Vortrag zum „Geheimnis wahrer Effektivität. Fruchtbares Christsein im 21. Jahrhundert“, der dem europäischen Christentum seine müde Fruchtlosigkeit vorhielt. Dass Hartl die Provokation gelang, zeigte sich an den konträren Reaktionen zwischen begeisterter Zustimmung und beklommenem Kopfschütteln.
Nähere Informationen zu den einzelnen Vorträgen finden Sie hier.
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Klaus-Bernward Springer zum Professor ernannt

Im Rahmen des Actus academicus wurde Klaus-Bernward Springer zum Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der PTH ernannt. Aus der Hand von Br. Marinus Patziger OFMCap, dem Generalmoderator der PTH, erhielt er seine Ernennungsurkunde.

Neue Publikation zur Theologie der Spiritualität mit Beiträgen von Dozierenden der PTH erschienen

Thomas Möllenbeck / Ludger Schulte (Hg.)
Spiritualität.
Auf der Suche nach ihrem Ort in der Theologie

Aschendorff-Verlag, Münster 2017

Ein Zauberwort besonderer Art ist das Wort „Spiritualität“. Damit ist mehr als nur ein Randphänomen berührt. Das Heute könnte möglicherweise als „spirituelles Zeitalter“ in die Geschichte eingehen. Ende der 1970er Jahre noch ein avantgardistischer Szenebegriff alternativer Kreise, ist „Spiritualität“ heute ein soziokultureller Leitbegriff. In ihm bündeln sich Prozesse des gesellschaftlichen Wandels in Bezug auf das Verständnis von Sinn, Werten und Religion. Traditionsgebundene Gotteserfahrungen können mit diesem Wort benannt werden und weniger traditionelle Erfahrungsweisen Gottes bis zu rein säkularen Praxisformen im Raum zeitgenössischer Experimentier- und Suchbewegungen, die „Sinn“ authentisch erfahrbar machen wollen. Spirituelle Sehnsucht kann, muss heute aber nicht heißen: religiöse Sehnsucht. Bei aller Ambivalenz der Phänomene: „Spiritualität“ ist eine Schlüsselkategorie für die Bedeutung von Religion und Sinn in der Spätmoderne.
In diesem Zusammenhang tauchen häufig andere Signalwörter auf: „Glück“, „Weisheit“, „authentisches Leben“ und „Ganzheitlichkeit“. Menschen sind auf der „Reise nach sich selbst“, suchen in einer mobilen, flexiblen, auf Effizienz getrimmten Gesellschaft nach „Verzauberung“ in Abenteuer und Erlebnis, sie verlangen nach „Heilung“, „Festigkeit“ und „Orientierungswissen“, nach „wirklicher Gemeinschaft“ und „Verbundenheit“. Ist das als „esoterisch“ zu belächeln? Ist es nur religionssoziologisch zu vermessen, zu analysieren und zu etikettieren? Verweigert die Theologie den substantiellen Dialog? Kennt sie den Reichtum der christlichen spirituellen Tradition, um ihn ins Spiel zu bringen? Hilft sie unterscheiden und stärken? Ist sie von ihrem ganzen Denkgestus noch genügend „spiritualitätssensibel“ bei ihrer Sache? Ein nicht geringer Grund für den oft beklagten Relevanzverlust der Theo-logie liegt hier.
Die PTH Münster in Trägerschaft der Deutschen Kapuzinerprovinz hat die „Theologie der Spiritualität“ zum theologischen Arbeitsschwerpunkt gemacht. Das ist nicht nur eine Fachbereichsbezeichnung, sondern die Herausforderung an alle Dozierenden, sich aus der Perspektive ihrer Disziplin dem Thema „Spiritualität“ zu stellen und grundsätzlich nach ihrem Ort in der Theologie zu suchen.
Das Ergebnis liegt nun in Buchform vor, bereichert durch Beiträge, mit denen inspirierende Gäste beim Dies academicus der PTH am 8. Dezember 2015 die theologische Auseinandersetzung mit Spiritualität beflügelt haben.

Neuerscheinung zur Theologie der Spiritualität

Jacques Dalarun
Das neuentdeckte Franziskusleben des Thomas von Celano
Eos Verlag, St. Ottilien 2016

Was hat Franziskus im 13. Jahrhundert gewollt und wirklich umgesetzt? Das beschäftigt die Forschung bis heute. Im Jahr 2015 wurde eine bisher unbekannte Lebensbeschreibung aus den Jahren kurz nach seinem Tod entdeckt, die der Franziskusforschung neue Einsichten vermittelt. Die vorliegende Textausgabe bringt erstmals eine deutsche Fassung der „Vita brevior“ des Thomas von Celano.
Übersetzt und herausgegeben von Leonhard Lehmann und Johannes Schneider

Jacques Dalarun erforscht die Geschichte des Mittelalters. Er war viele Jahre Mitglied der „École française de Rome“ und leitete mehrere Forschungseinrichtungen. Zahlreiche Quellen des Mittelalters wurden von ihm neu entdeckt. Die Reihe "Theologie uder Spiritualität. Quellen und Studien", als deren 9. Bd. das Buch erschienen ist, wird vom Fachbereich Geschichte und Theologie der Spiritualität des Instituts IUNCTUS, dem Kompetenzzentrum für christliche Spiritualität an der PTH Münster, herausgegeben.

Erster Villa-Abend im Wintersemester 2016/17

Der erste Villa-Abend im WS 2016/17 widmete sich am 23. November 2016 in einer Annäherung an Lesung, Vortrag und Gespräch dem Verhältnis von Poesie und Spiritualität. Unter dem Titel "nach oben offen" – Poesie und Spiritualität lasen Lisa F. Oesterheld (Pastoralreferentin für Exerzitien und Spiritualität/Lyrikerin) und Michael Oesterheld (Coach, Vor-Leser).
Sowohl Poesie als auch Spiritualität feiern ein Comeback. Poetry Slams, Autorenforen und Lyrikreihen in Kulturredaktionen sind im Kommen. Die Bandbreite spiritueller Angebote von Lebenshilfe bis zu existentieller Suche hat Ähnliches zu bieten. Mehr als eine Mode?
Welche Geheimnisse, die uns die Tiefe und Schönheit des Lebens aufschließen, in Poesie stecken...
Was Poesie für den Autor, die Autorin – und für die Lesenden/Hörenden voraussetzt...
Wie sich Poesie und Spiritualität befruchten...
All diese Aspekte wurden in einem persönlich-beruflichen Zugang, einer Lesung aus Lisa F. Oesterhelds Gedichtband „Gottesschimmer“ (Echter Verlag 2016, Nachwort P. Dr. Ludger Schulte Cap), sowie einem Kurzvortrag in den Resonanzraum der beeindruckten Zuhörerschaft gestellt – als Einladung zum Lauschen, zum Echo und Gespräch.
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Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Katharina Karl

Ganz in der Linie des Profils der PTH stand das Verhältnis christlicher Spiritualität(en) und Pastoraltheologie im Fokus der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Katharina Karl am 24. Oktober 2016 im Prokursaal des Kapuzinerklosters in Münster. „Glaubenswelten. Christliche Spiritualitäten im Blick der Pastoraltheologie“, so lautete der Titel. Katharina Karl entwarf mit dem Konzept der Glaubenswelten einen Zugang, der Formen christlicher Spiritualität im Zuge der Indivdualisierung und Pluralisierung zu erfassen sucht.
Durch die Perspektive der Anteilnahme wird eine Option für eine Forschungsperspektive getroffen, durch die der Forscher sich des Gegenstands in empathischer Art und Weise annimmt und so seiner sozialen und geistigen Verantwortung gerecht werden will. Die Glaubenswelt ist gekennzeichnet durch Weltlichkeit und Lebensweltlichkeit des Glaubens sowie der Biografisierung von Spiritualität. Eine Pastoral der Glaubenswelt unter der Leitperspektive der Mystagogie nimmt Glaubensstile, religiöse Praxis und Entwicklungsprozesse von Individuen und Gruppen in den Blick und sucht so, der Geistesgegenwart in Allem auf den Grund zu gehen.
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Öffentliche Abendvorlesung zur Theologie der Spiritualität im WS 2016/17 gestartet

Am 17. Oktober 2016 startete die Öffentliche Abendvorlesung zur Theologie der Spiritualität an der PTH. Unter dem Titel "Lebenskonzept Christsein. Spätantike Traditionen als Quelle geistlichen Lebens heute?" beleuchtet Dr. Christian Uhrig das Lebenskonzept von Christen in der Spätantike und fragt nach Inspirationen für das eigene geistliche Leben, die sich daraus ergeben.
Die Öffentliche Abendvorlesung findet bis Ende Januar immer montags von 19:30 bis 21 Uhr statt.

Abschlusssymposium zum Forschungsprojekt „Gemeinschaft und Individualisierung“

Mit einem viertägigen Symposium vom 14.-17. September 2016 beschlossen das Institut M.-Dominique Chenu Berlin und die Philosophisch-Theologische Hochschule der Kapuziner in Münster (PTH) ihr gemeinsames Forschungsprojekt „Gemeinschaft und Individualisierung“.
Eröffnet wurde die Tagung im Don Bosco Haus Wien von Bischof Raúl Vera López OP. Der Dominikaner und Menschenrechtler war laut Spiegel online ein „hochgehandelter Kandidat für den Friedensnobelpreis 2012“. Auf dem Symposium plädierte er für eine Kirche, die sich erneuert und sich auf neue gesellschaftliche Entwicklungen einlässt.
Die 25 Teilnehmerinnen beschäftigten sich mit den drei Themen „Gesellschaft“, „Kirche“ und „Religiöse Orden“ in der Spannung von Individualisierung und Gemeinschaft. Es zeigte sich, dass die gesamtgesellschaftlichen Prozesse von Pluralisierung und Individualisierung auch vor der Kirche und ihren Orden nicht halt machen.
Als „common sense“ wurde die Meinung vertreten, als Kirche kreativ und prophetisch auf die soziologischen Entwicklungen zu antworten. „Wie kann diese Realität theologisches Denken provozieren?“, fragte darum der mexikanische Dominikaner Angel Méndez Montoya.
Bereichert wurde die Tagung durch Exkursionen zum Sozialprojekt „Objekt 19“ der Caritas Wien, zum Stephansdom und durch eine „Mystische Nacht“ am Freitagabend im Kreuzgang des Wiener Dominikanerkonventes. (Text: Tobias Schrots)

Einen ausführlichen Tagungsbericht finden Sie hier (90 kB) .
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SPIRITUELL UNTER ZEITDRUCK?
ZUM HEILSAMEN UMGANG MIT DER ZEIT

Eine Premiere fand in der letzten Juliwoche in den Räumen der PTH mit 26 Teilnehmern statt: die erste Summerschool mit dem Thema Zeit und Zeitgestaltung. Wie kostbar Zeit kostbar ist, wurde wissenschaftlich und praktisch erwogen. Wie Spiritualität unter Zeitdruck denkbar und möglich ist, wie es denkbar und möglich ist, „jetzzeitig“ zu leben, das waren die Fragen, die in der knapp einwöchigen Summerschool erörtert wurden.
In drei theologischen Hauptvorträgen führten Prof. Dr. P. Michel Plattig , Prof. Dr. P. Thomas Eggensperger OP und Prof. Dr. P. Ulrich Engel OP in spiritualitäts- und ordenstheologische Grundaspekte sowie aktuelle Zeittheorien ein. Den öffentlichen Abendvortrag gestaltete P. Paulus Terwitte OfmCap unter dem Motto: „Zeit beherrschen. Vom fröhlichen Leben in den Grenzen des Möglichen.“
Lehrende der PTH sowie spezialisierte Referenten vertieften in unterschiedlichen Workshops aus dem Blickpunkt ihrer Disziplin – eine Vielfalt, die es schwer machte, aus dem Angebot das Wichtigste zu wählen. Die zahlreichen Facetten der Zeitthematik reichten vom Verständnis der Freizeit in der Tradition des Mönchtums und der Orden und Leibübungen bis zur Eschatologie und dem Zeitverständnis in anderen Religionen, von der Heiligung der Zeit bis zur Analyse der „Zeichen der Zeit“.
Explizit angezielt war, wissenschaftlich und zugleich erfahrungsorientiert zu arbeiten. Daher stand der Theorie-Praxis-Transfer inhaltlich wie methodisch im Mittelpunkt.
Eine Stadtführung am ersten Abend und das Grillen im Klostergarten am Mittwoch trugen zum Ambiente ebenso bei, wie die anregenden Gespräche in den Kaffeepausen.
Im Rückblick sagen wir ein Dankeschön an alle, die mitgewirkt haben, dass dieses Experiment gelingen konnte – dem Hochschulsekretariat, den Referenten und Teilnehmern.
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Neue Publikation von Lehrenden der PTH erschienen

Thomas Dienberg / Thomas Eggensperger / Ulrich Engel (Hgg.)
Auf der Suche nach einem neuen Wir
Theologische Beiträge zu Gemeinschaft und Individualisierung

Aschendorff Verlag Münster 2016, 202 S., € 24,80, ISBN 978-3-402-13021-6

Gemeinschaftsleben und Gemeinschaftsformen stehen heute mehr denn je auf dem Prüfstand. Immer mehr Menschen sind in virtuellen sozialen Netzwerken unterwegs. Sie pflegen dort ihre Freundschaften und Beziehungen, auf ganz andere Art und Weise als in der ‚realen’ Welt – oder hat sich beides mittlerweile einander angeglichen? Traditionale Institutionen wie Ehe und Familie verlieren ihre Gestalt. Patchwork, Partnerschaft auf Zeit, Lebensabschnittsgefährten und Projekt-Gemeinschaften, denen man sich für kurze Zeit anschließt, um dann wie bei einem Schwarm wieder auseinander zu gehen: Das sind vielfach heute gelebte Gemeinschaftsformen.
Und doch wird die Sehnsucht nach tragenden, dauerhaften Vergemeinschaftungen immer lauter.
Die Autorinnen und Autoren, allesamt Dozierende der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster, erkennen in diesen Entwicklungen eine zentrale Herausforderung für pastorale Praxis, spirituelle Haltung und theologische Reflexion. Aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten sie das Phänomen ‚Gemeinschaft’ und fragen nach den Bedingungen für eine neues „Wir“. Der Sammelband ist im Rahmen des Forschungsprojekts „Gemeinschaft und Individualisierung. Was hält Gesellschaft, Kirche und Orden zusammen?“ der Hochschule und des Institut M.-Dominique Chenu Berlin entstanden.

Autorinnen und Autoren: Thomas Dienberg OFMCap | Thomas Eggensperger OP | Ulrich Engel OP | Reimund Haas | Gerhard Hotze | Hans-Gerd Janßen | Katharina Karl | Ludger Schulte OFMCap | Klaus-Bernward Springer | Maria-Barbara von Stritzky | Christian Uhrig | Markus Warode | Stephan Winter

IUNCTUS kooperiert mit FH Bochum

Der Fachbereich „Business & Leadership“ hat für den Masterkurs „Internationales Management“ der Fachhochschule Bochum einen Workshop zum Thema „Spiritualität und Management" durchgeführt. IUNCTUS-Direktor Pater Thomas Dienberg begrüßte die 20 Studierenden und Frau Prof. Martina Meyer-Schwickerath im Klostersaal des Kapuzinerklosters Münster. Was ist Spiritualität und bin ich selbst spirituell, war die Grundlage, mit der Pater Thomas den Studierenden Führung und Management aus einer für Wirtschaftsstudenten eher ungewohnten Perspektive vorstellte. Neben Input und Reflexion zur christlichen Spiritualität wurde die Franziskanische Spiritualität als ein praktisches Beispiel gelebter Spiritualität angeboten. Pater Thomas stellte dabei die Haltung des Franziskus in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. „Es ist schon beeindruckend, dass eine Person über ihr Charisma den Grundstein für einen Weltorden legte, der bis heute existiert“, stellte Pater Thomas den Zusammenhang zwischen guter Führung und Erfolg dar. "Wir hoffen, dass dieser Workshop ein Start für eine langfristige Kooperation zwischen der FH Bochum und IUNCTUS gewesen ist", stellten abschließend alle Beteiligten heraus.

Die PTH verabschiedet sich von Prof. Dr. Hans-Gerd Janßen

Am 7. Juli 2016 nahm die PTH Abschied von ihrem langjährigen Fundamentaltheologen und Hochschulsekretär Prof. Dr. Hans-Gerd Janßen. Fast 27 Jahre, seit dem Studienjahr 1989/90, trug Hans-Gerd Janßen Verantwortung für das Fach Fundamentaltheologie, zunächst als Lehrbeauftragter, seit 1994 als Dozent und seit 1996 als Professor. Zudem diente er seit 1.4.1995 21 Jahre lang der PTH als Hochschulsekretär, der für nahezu alle Bereiche der PTH-Verwaltung verantwortlich war.
Grund genug, ihm gebührend zu danken und im Reigen zahlreicher Gäste, darunter einiger der früheren Rektoren, Alumni, vieler KollegInnen und seiner Familie, ausgiebig zu feiern. Musikalisch vielseitig und gekonnt umrahmt wurde die Feier durch das Duo der beiden Brüder Rustem Sakhabiev (Querflöte) und Ruslan Sakhabiev (Violoncello) aus Russland (Musikhochschule Münster).
Prof. Dr. Ulrich Engel OP hielt zu Ehren des Neu-Emeritus einen Festvortrag mit dem Titel: „Politische Theologie – politische Spiritualität. Standortbestimmung in Zeiten von Pegida, AfD und politischem Monotheismus“. Dabei gelang es ihm exzellent, die Anlass zur Sorge gebenden Strömungen heutiger Gesellschaft mit dem fundamentaltheologischen Vermächtnis des Emeritus zu verbinden. Es wurde deutlich, wie sehr uns dessen mahnende Stimme fehlen wird.
Natürlich stand an diesem Tag der Dank im Mittelpunkt. Prof. P. Dr. Ludger Ägidius Schulte OFMCap als Rektor dankte Hans-Gerd Janßen für seine Jahrzehnte lange Tätigkeit. Im Blick auf den Theologen wies er auf das Theodizeeproblem als roten Faden im Œuvre Janßens hin. Im Blick auf den Hochschulsekretär erinnerte er an dessen Begleitung einschneidender Ereignisse der Hochschulgeschichte wie das Ausscheiden der Franziskaner und die Umstellung auf die europäischen Bologna-Vorgaben. Hans-Gerd Janßen ist durch all die Jahre hindurch ein unermüdlicher, immer zuverlässiger Arbeiter gewesen, dessen Rat hochgeschätzt war und bleiben wird.
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Hochschule untersucht religiöse Bildsprache

Eine Skulptur aus 72 Körperscheiben, ausgelasert in selbstleuchtendem Plexiglas erwartet derzeit die Besucher des Kirchenfoyers in der Münsteraner Innenstadt. Die interaktive Skulptur mit dem Titel „Verdrehter Christus“ wird noch bis Donnerstag, 14. Juli dort zu sehen sein. In dieser Zeit erfüllt sie neben ihrer Funktion als Ausstellungsobjekt noch eine weitere Funktion: Prof. Dr. Katharina Karl von der PTH Münster untersucht anhand der Skulptur die religiöse Bildsprache der Menschen in der Stadt.
Was verbindet man mit der ausgestellten Skulptur „Verdrehter Christus“ als ein Beispiel religiöser Kunst? Diese Frage stellt Karl den Passanten rund um das Kirchenfoyer, um die Wahrnehmung für bildliche religiöse Ausdrucksformen in der Stadt zu untersuchen. „Damit Angebote der Citypastoral mit tatsächlichen religiösen Bedürfnissen und Wahrnehmungen in wechselseitiger Beziehung stehen können, ist es entscheidend, ein genaues Bild des religiösen Verhaltens von Menschen in der Großstadt zu erhalten“, erklärt Karl.
Die Christusfigur entstand im Rahmen einer Kunstaktion während der Kar- und Ostertage 2015 in der Jugendkirche „effata“ in Münster. Rupert König, seit März Leiter des Kirchenfoyers und zuvor Mitarbeiter der Jugendkirche, hatte die Figur entwickelt und künstlerisch umgesetzt. „Ausgehend von dem Thema der Karwoche in der Jugendkirche ‚over and out‘ (Aus und vorbei) habe ich überlegt, was passiert, wenn es mit einer barocken Christusfigur aus und vorbei ist, wenn man sie in Scheiben schneidet.“ Durch die 72 voll beweglichen Scheiben hätten sich die Betrachter interaktiv mit Jesus „befassen“ können. So stehe die Skulptur synonym für Tod und Auferstehung Christi, den Wandel zwischen Tod und Lebendigkeit. „Durch die Veränderung der Gestalt der Christusfigur sollen die Gläubigen neue Perspektiven auf Tod und Auferstehung bekommen“, erklärt König.
Alle Interessierten sind eingeladen, sich den „Verdrehten Christus“ noch bis Donnerstag, 14. Juli, zu den Öffnungszeiten des Kirchenfoyers anzuschauen und an der Umfrage von Prof. Dr. Katharina Karl teilzunehmen.

Foto: Kirchenfoyer Münster

Spiritualität - Ökologie - Wirtschaft / IUNCTUS nimmt an SPES-Jahreskonferenz in Bodø teil

Das neu gegründete Kompetenzzentrum für christliche Spiritualität IUNCTUS hat an der Jahreskonferenz des internationalen wissenschaftlichen Forums SPES (Spirituality in Economics and Society) teilgenommen. Die Veranstaltung fand Ende Mai an der Business School in Bodø (Norwegen), statt. Integral Ecology, Earth Spirituality and Economics” war der diesjährige thematische Schwerpunkt. "Diese Konferenz war eine sehr gute Gelegenheit, den verbindenden Schwerpunkt von IUNCTUS einzubringen", fokussierte IUNCTUS-Direktor Pater Thomas Dienberg auf den eigenen Beitrag „Ecology and Franciscan Spirituality – Insights – Vision - Practise." Neben Pater Thomas waren Bruder Bernd Beermann (Spiritualität und Ökologie) und Markus Warode (Business & Leadership) Gast der Konferenz. Im Fokus des Beitrags stand das Projekt „Klostergarten“ im Kapuzinerkloster Münster. Dieses Projekt vereint die Grundlage franziskanischer Spiritualität mit heutigem Handeln in Gesellschaft und Wirtschaft, wobei der Umgang mit der Natur, der Schöpfung einen besonderen Schwerpunkt erfährt. "Mit diesem Konzept ist es möglich verantwortliche Personen in Unternehmen für einen verantworteten Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren", stellte das Forschungsteam die besondere Relevanz des Projektes für die Zukunft heraus.

Franziskanische Impulse für verantwortetes Handeln in Politik und Unternehmen
IUNCTUS richtet Landeskonferenz der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) NRW aus

„Welche Impulse liefert die Franziskanische Ordenstradition für verantwortetes Handeln in Politik und Unternehmen?“ Zu diesem Thema hat IUNCTUS, das Kompetenzzentrum für christliche Spiritualität der PTH Münster, die Landeskonferenz der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU in Nordrhein-Westfalen ausgerichtet. Nachdem Rektor Ludger Schulte die ca. 30 Teilnehmer begrüßte und die PTH Münster vorstellte, referierte Pater Harald Weber zu den Potenzialen des Franziskanischen Lebensentwurfs für heutige Politiker, Unternehmer und Führungskräfte. Pater Harald fokussierte auf die Haltung des Heiligen Franziskus, die den ganzen Menschen in den Blick nimmt: „Was kann ich für mich aus dem radikalen Lebenswandel von Franz von Assisi lernen und wo finde ich Barmherzigkeit in meinem Handeln?", waren Beispiele, die den Teilnehmern präsentiert wurden. Als besonderes Element des Vortrags bekamen die Teilnehmer Zeit sowohl für sich als auch im Gruppenaustausch über die Impulse aus der Franziskanischen Tradition zu reflektieren. „Die Möglichkeit zur gemeinsamen Reflexion über das Gehörte und für praktische Fragen an einen Ordensmann haben die Teilnehmer sehr positiv wahrgenommen", resümierte der Fachbereichsleiter für Business & Leadership Markus Warode, einer der Initiatoren der Veranstaltung, zufrieden. Nach dem inhaltlichen Vortrag nahm eine große Zahl von Teilnehmern an der Vesper im Kloster teil. Danach nutzte die MIT den Klostersaal für eine steuerrechtliche Weiterbildung ihrer Funktionsträger und hielt abschließend ihre Landesvorstandssitzung ab.

Zum Foto (v.l.): Dr. Matthias Heider MdB (stellv. MIT-Landesvorsitzender), Markus Warode (IUNCTUS), Marie-Luise Dött MdB (MIT-Bundesvorstandsmitglied) und Br. Harald Weber OFMCap (IUNCTUS) bei der MIT Funktionsträgerkonferenz

Kuratorium des ITZ tagt in Münster

Das bislang einmalige Institut für Theologische Zoologie (ITZ), ein An-Institut der PTH, das die Disziplinen Theologie und Zoologie verbindet, gibt nachhaltige Impulse zur Schöpfungsverantwortung in Kirche und Gesellschaft. Das Kuratorium des ITZ traf sich am Freitag, 17.6.2016, im Franz Hitze Haus, Münster, zu seiner alljährlichen Beratungssitzung. Unter der Leitung der Kuratoriumsvorsitzenden, Bischöfin i. R. Bärbel Wartenberg-Potter aus Köln, wurden weitere Strategien besprochen, wie sich das ITZ entwickeln, vernetzen und strukturell anbinden kann. Im Anschluss an die Kuratoriumssitzung veranstaltete das ITZ in Kooperation mit dem Franz Hitze Haus, vom 18.-19.6.2016, eine Tagung mit dem Titel „Mensch - Tier - Natur. Theologische und anthropologische Perspektiven einer neuen Verhältnisbestimmung“. Das ITZ ist heute, nach sechsjährigem Bestehen, über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und wird vielfach angefragt.

Prof. P. Dr. Ludger Ägidius Schulte gestaltet Pastoraltage im Bistum Speyer

Die Kapuziner-Patres Prof. Dr. Ludger Ägidius Schulte (Münster) und Dr. Stefan Walser (München) gestalteten am 8. und 9. Juni 2016 die diesjährigen Pastoraltage im Bistum Speyer. Sie waren eingeladen, mit Priestern, Diakonen, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und –referenten im Jahr der Barmherzigkeit dieses Themenfeld nochmals neu zu bedenken: Barmherzigkeit Gottes als „Provokation zum Leben“. Die beiden Kapuziner verbanden bibeltheologische und dogmatische Ausführungen mit Einsichten aus gelebter und überzeugender Spiritualität ihrer Ordenstradition.
Die 320 Teilnehmer der Tage hatten die Möglichkeit, ganz neue Erfahrungen mit der Barmherzigkeit Gottes zu machen, die allen Menschen gilt – auch ihnen als Seelsorgerinnen und Seelsorgern. Je mehr diese selbst erfahren, dass und wie sie durch die Barmherzigkeit Gottes immer wieder neu den Ruf und die Zusage Gottes hören: „Bleib am Leben“ (Ez 16,6c), desto glaubwürdiger können sie Zeugen der Barmherzigkeit werden und diese durch ihr Leben verkünden.

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Seminar der PTH besucht die Ausstellung von Kim En Joong im Osnabrücker Dom

Am 9. Juni 2016 hat eine Gruppe von Studierenden und Lehrenden der PTH das Kunstprojekt besucht, in dessen Rahmen derzeit im Osnabrücker Dom und im Diözesanmuseum unter dem Titel "Hommage an das Licht" Arbeiten des in Frankreich lebenden koreanischen Dominikaners Kim En Joong zu sehen sind. Die Exkursion fand im Rahmen der Lehrveranstaltung von Prof. Dr. Stephan Winter zur "Ästhetik der Liturgie" statt. Als ein inhaltlicher Schwerpunkt wurde deshalb thematisiert, wie die im Dom zu sehenden großformatigen Bilder als zeitweise Intervention in einem sehr geprägten liturgischen Raum
wirken. Friederike Dorner vom Osnabrücker Diözesanmuseum hat u. a. durch verschiedene Wahrnehmungsübungen die Gespräche darüber angeregt.
Die Arbeiten von Kim En Joong, dessen Werke in dieser Form in Deutschland bislang noch nie gezeigt wurden, sind voraussichtlich noch bis zum 03. Juli zu sehen. Weitere Veranstaltungsorte sind Melle und das Dominikanerinnenkloster "Zum gekreuzigten Erlöser", Lage-Rieste im Osnabrücker Land. Nähere Informationen unter:

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Workshop mit P. Harald Weber zur Franziskanischen Führung

Welche Werte bestimmen mein Denken und Handeln als Führungskraft? „Wie führe ich mich selbst?“ ist dabei der Anker für eine verantwortete Personal- und Unternehmensführung. Werte wie Vertrauen, Achtsamkeit oder Verantwortung fungieren immer mehr als persönliche Ressource, die Belastungen in Führungs- und Managementprozessen ausbalancieren kann.
Bei einem Workshop mit P. Harald Weber OFMCap, den das neue Institut IUNCTUS am 7. Juni 2016 veranstaltete, bestand die Chance, das persönliche Führungsverhalten zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Durch Impulse aus der 800 Jahre alten franziskanischen Führungstradition erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erste Ansatzpunkte für den Transfer einer wertschätzenden Haltung in die Praxis. Es bestand die Möglichkeit zur Diskussion über Führungserfahrungen in einer interaktiven Gruppe. Dabei konnten auch alternative Perspektiven für die persönliche Führungsarbeit gewonnen werden.

Gastvorlesung von Prof. Engel an der Universität Hamburg

Auf Einladung von Prof. Dr. Manuela Kalsky (Forum Humanum Gastprofessorin an der Universität Hamburg) hielt Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Philosophisch-Theologische Hochschule Münster / Institut M.-Dominique Chenu Berlin) am 31. Mai 2016 eine Gastvorlesung an der ‚Akademie der Weltreligionen‘ der Universität der Hansestadt. Sein Thema lautete: „‚Theologie des guten Lebens‘ aus dominikanischer Sicht“. Dazu bezog sich Engel vor allem auf den französischen Theologen Marie-Dominique Chenu OP (1895-1990). Dieser gehört zu den interessantesten, leider aber auch (fast) vergessenen Theologen des 20. Jahrhunderts. Sein Ansatz beschrieb Engel als eine „Théologie d’ouverture au monde“. D.h., sein für gesellschaftliche Entwicklungen offenes und für die „Zeichen der Zeit“ (Gaudium et spes, 4) aufmerksames Denken und Handeln markierte nicht nur einen Neuanfang der katholischen Theologie, sondern suchte im Sinne einer Theologie des guten Lebens „für alle“ auch den Dialog mit Atheisten, Kommunisten und Muslimen. Damit, so zeigte Engel, ist Chenu auch im 21. Jahrhundert höchst aktuell. Als weitere Referenzgrößen dominikanischen Theologietreibens stellte Engel den Flamen Edward Schillebeeckx OP (1914-2009) sowie den Ägypter Georges Anawati OP (1905-1994) vor.

Die PTH auf dem Katholikentag

Am diesjährigen Katholikentag in Leipzig vom 25. - 29. Mai 2016 unter dem Motto 'Seht da, da ist der Mensch' nahmen auch Professoren und Dozierende unserer Hochschule teil. In Kooperation mit dem Institut M.-Dominique Chenu Berlin veranstaltete die PTH auch eine Podiumsdiskussion mit dem Titel:

"Glauben Denken Mit Esprit - Muss Theologie fromm sein?"

Nach einer Einführung von Prof. P. Dr. Thomas Eggensperger OP diskutierten auf dem Podium die Theologin Sr. Kerstin-Marie Berretz OP, der Freiburger Moraltheologe Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff,
Sr. Ruth Stengel SMMP sowie Br. Paulus Terwitte OFMCap. Moderiert wurde die Diskussion vom Rektor der PTH, Prof. P. Dr. Ludger Ägidius Schulte OFMCap.
Anwalt des Publikums war P. Bernhard Kohl OP, Berlin.
Musikalisch wurde die Veranstaltung bereichert vom Trio Diktion aus Leipzig.
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Kirchliches Handeln: Mission Gerechtigkeit weltweit – Hilfswerke und pastorale Herausforderungen als Weltkirche
Exkursion zu Misereor nach Aachen in Kooperation mit einer Seminargruppe der LMU München

Die weltkirchliche Arbeit in Deutschland als Teil dieser Sendung kennen zu lernen war Ziel des Blockseminars zu Gast bei Misereor in Aachen vom 29.2.-4.3.2016. Als Partner für die Eine Welt leistet die Arbeit der katholischen Hilfswerke mit ihrer spezifischen regionalen Ausrichtungen sowie der Fokussierungen auf die pastorale und diakonische Arbeit der Kirche bzw. die solidarische Bekämpfung von Armut und Not einen wichtigen Beitrag. Im Seminar wurden die theologischen Grundlagen von Hilfswerken beleuchtet und in die Grundvollzüge kirchlichen Handelns eingeordnet. Im Fokus standen vor allem die Spannungen zwischen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Erwartungen und pastoralen Erfordernissen. Im Zentrum des Blockseminars standen der interuniversitäre Austausch sowie Gespräche und Diskussionen mit den Referenten von Misereor. Eine Fahrt nach Brüssel zur internationalen Allianz von katholischen Entwicklungsorganisationen
(CIDSE) rundete schließlich die Erfahrug einer bereichernden Woche ab.
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IUNCTUS – Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität an der PTH Münster nimmt Arbeit auf

Mit Beginn des Monats April 2016 hat die Arbeit von IUNCTUS, dem neuen Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität, an der PTH Münster begonnen. Die beiden bisherigen Institute der PTH, das Institut für Spiritualität (IFS) und das Institut für Kirche Management und Spiritualität (IKMS) gibt es nicht mehr.
IUNCTUS zeichnet sich durch verschiedene Fachbereiche aus, die in der angewandten Forschung, der Lehre, in akademischen Projekten und im Bereich der Fortbildung arbeiten werden. Die Dozierenden der PTH Münster werden eng mit dem neuen Kompetenzzentrum zusammenarbeiten. Es soll unter anderem erreicht werden, dass der Schwerpunkt der PTH Münster, die „Theologie der Spiritualität“, die philosophischen und theologischen Fächer der PTH einschließt. Die Hochschule der Deutschen Kapuzinerprovinz schärft damit ihr Profil.
IUNCTUS besitzt verschiedene Fachbereiche: Franziskanisch-Mendikantische Spiritualität/Geschichte und Theologie; Spirituelle Tradition und Praktiken; Business und Leadership; Spiritualität und Ökologie; Zeitdiagnostik in säkularer Gesellschaft; Spiritualität und Gesundheit. Auch ein Bereich für interreligiösen Dialog und Spiritualität ist ins Auge gefasst. Zudem soll der Bereich des Coaching und der Begleitung von Organisationen/Ordensgemeinschaften etc. ausgebaut werden.

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Religion und Naturschutz:
Wie unsere spirituelle Haltung den Artenschutz beeinflusst

"Macht Euch die Erde untertan" oder "Respekt vor allem Leben". Religion beeinflusst, wie wir mit unseren Mitgeschöpfen umgehen. Manche wurden ausgerottet, andere besonders geschützt.
Weltweit gehen die Bestände von Wildtieren zurück. Das Ausmaß des Artensterbens ist aber regional verschieden und scheint auch vom Kulturkreis abhängig zu sein. Können Religionen helfen, die Schöpfung zu bewahren?
Im christlich dominierten Mitteleuropa wurden seit dem Mittelalter fast alle Großtiere ausgerottet. "Das biblische Motiv 'Macht Euch die Erde untertan' wurde völlig falsch ausgelegt", so Dr. Rainer Hagencord, Leiter des Institutes für Theologische Zoologie, Münster. Tiere wurden als Gefahren bzw. Konkurrenten beseitigt oder nur als Ware gesehen.
Die 30-minütige ZDF-Sendung "planet e." zeigt am Pfingstsonntag, 15.5.2016, 16:30 Uhr, einige Beispiele dafür, wie Wildtiere von religiöser Verehrung profitieren. Die Dokumentation macht deutlich, wie die spirituelle Haltung vieler Menschen einen ganz konkreten Naturschutzzweck erfüllt – so können einige Tiere auch in unserer immer dichter besiedelten Welt überleben.
Nähere Informationen zur Sendung finden Sie hier.

Villa-Abend zur Lebensgestaltung mit der Enzyklika "Laudato Si"

"Sorge für unser gemeinsames Haus" so untertitelt Papst Franziskus seine jüngste Sozialenzyklika.
Kurz und pauschal: Es geht um natürliche Ressourcen, Umweltschutz, gerechtes Miteinander, Technologien - herausfordernde Themen, die mit der Metapher "Haus" zusammengebunden werden.
Gelten sie allein auf globaler Ebene oder besitzen sie auch eine Relevanz für unser alltägliches Zusammenleben im Haus?

Am Villaabend mit PD Dr. Rudolf Branko Hein O.Praem., Lehrbeauftragter für Moraltheologie an der PTH, am 12. Mai 2016 wandelte der Referent mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf den Spuren von "Laudato si" und zeigte konkrete Verbindungslinien zu einer spezifischen Ethik des Hauses auf, die das Glück in Gestalt des "Guten Lebens" der dort Zusammenlebenden anstrebt. Ihre Wurzeln reichen in die Antike zurück, sie mögen zwar längst aus dem Fokus der professionellen Ethiker gerückt sein, sind aber immer noch präsent, bewegend, fesselnd.

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Villa Abend zu Grundgedanken humanitärer Ethik aus der Praxis internationaler Nothilfe

Beim ersten Villa-Abend der PTH im Sommersemester referierte am 28. April 2016 Prof. Dr. Joachim Gardemann, Kinderarzt und Gesundheitswissenschaftler und seit 1997 Professor für Humanbiologie und humanitäre Hilfe an der Fachhochschule Münster.

Die Ethik humanitärer Hilfe basiert auf den Idealen der Nächstenliebe und der Gerechtigkeit und orientiert sich primär an den vier als fundamental angesehenen Prinzipien der Menschlichkeit, Unabhängigkeit, Unparteilichkeit und Neutralität. Besonders im bewaffneten Konflikt hat die Unparteilichkeit Vorrang, da sie den Respekt vor der unbedingten Gleichheit aller Menschen, die darauf aufbauende Gleichbehandlung aller Menschen und die angemessene Hilfeleistung allein nach dem Maß der Not und Bedürftigkeit in sich vereint. Humanitäre Helfer sollten sich in ihrer Entscheidungsfindung nicht nur auf das eigene ethische Verständnis und Weltbild oder die durch ihren Berufsstand vermittelte Berufsethik stützen, vielmehr besteht die zwingende Notwendigkeit, auch über anders gelagerte ethische Theorien und Konstrukte nachzudenken. Hierbei scheint eine Herangehensweise, welche die Gegebenheiten der betroffenen Bevölkerung ausreichend berücksichtigt und sich auf eine Vielzahl möglicher ethischer Theorien stützt, geeignet zu sein, dem individuellen Mitarbeiter im Umgang mit ethischen Dilemmata zu dienen.
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"... seid nicht gleichförmig" (Röm 12,2)
Das Widerständige der Liturgie als Quelle christlicher Spiritualität

In seiner Antrittsvorlesung hob Stephan Winter, der neue Professor für Liturgiewissenschaft an der PTH, die unverzichtbare Rolle des rituellen Gottesdienstes für Ausbildung und Erhalt einer christlichen Spiritualität hervor: “Zusammen mit der Diakonie als zweitem zentralen Pol einer christlichen Existenz nimmt der Geist Gottes in der Liturgie durch die Zeiten hindurch Gestalt an. Hier schenkt Gott in der Kraft seines Geistes lebendigen Anteil am Christusereignis.” Winter legte dabei anhand wichtiger Stationen des christlichen Gottesdienstes in Geschichte und Gegenwart dar, dass gerade in unseren heutigen Lebenskontexten eine christliche Spiritualität, die in der Liturgie ihre Quelle hat, hohe Attraktivität entfalten könne: Solche Liturgie eröffne eine ganz eigene Möglichkeit, das Spannungsfeld von Selbstbestimmung, Selbstbindung und Selbstverwirklichung, durch das modern gedachte Freiheit tiefgreifend geprägt sei, von Jesus Christus und seiner Ganzhingabe aus Liebe her zu erschließen. Wo dies im Netzwerk der verschiedenen gottesdienstlichen Formen gelinge, könne der christliche Gottesdienst tiefgreifend zur Menschwerdung beitragen: für diejenigen, die sich durch eine bewusste Lebensgestaltung aus Taufe und Eucharistie eng mit Christus und mit der Gemeinschaft der Kirche verbinden, aber auch für diejenigen, die sich eher punktuell und anlassbezogen auf die christlich geprägte rituelle Praxis einlassen wollen. “Die gemeinsame Einübung ins liturgische Spiel, in dem sich in der Kraft des Geistes ein personales Miteinander von Gott und Mensch und der Menschen untereinander ereignet, ist dabei bleibende Aufgabe. Sie ist anzugehen im dynamischen Zueinander von individueller Glaubensbiographie, lokalen Glaubenstraditionen und dem Rahmen, den die weltumspannende Kirche setzt.” Nicht zuletzt der Dialog mit anderen Religionen und gesellschaftlichen Kräften, die um ein gutes Leben der Menschen ringen, und vor allem mit der modernen Kunst befruchte diese Suchprozesse: “Eine von hier her verstandene Spiritualität ist sicherlich ein hoch anspruchsvolles Konzept moderner Freiheit. Aber sie ist verankert in einer konkreten Person: in Jesus Christus. Das macht sie letztlich – mit allen Höhen und Tiefen, die Beziehungen zwischen Freiheiten prägen – tragfähiger als so manches andere Angebot auf dem breiten Markt der Sinnangebote.”

Die PTH trauert um ihren Lehrbeauftragten P. Dr. theol. Anton Rotzetter OFMCap

Am 1. März ist Br. Anton Rotzetter in seinem Heimatkloster in Fribourg völlig unerwartet an einem Herzversagen verstorben. Wir stehen vor einem Lebenswerk, das äußerst reich und vielfältig ist, das aber in seiner Vielfalt letztlich und zutiefst genährt und inspiriert ist vom Geist des hl. Franz von Assisi. „Wer eine Mitte hat, kann weite Kreise ziehen“ – war sein Motto. Der Geist des hl. Franz hat ihn bis in seine letzten Fasern seiner Existenz geprägt. Das ist die große Klammer, die sein Werk, seine Person, seine Überzeugungen zusammenhält und ihnen Ausrichtung gab.

Schulzeit
Br. Anton ist am 3. Januar 1939 in Basel als Sohn des Grenzwächters Emil Rotzetter und der Maria geb. Grossrieder geboren. Er ist das erste von sieben Kindern. Anton deutet dieses Lebensdatum für sich symbolisch, indem er von sich sagt: Schon seit dieser Zeit sei er „Pilger“, „Wanderer von Ort zu Ort“ gewesen, mit der Versuchung, Grenzen zu überschreiten. Wohl bedingt durch die Arbeit des Vaters, wohnte die junge Familie zuerst in Roggenburg im Laufental, dann in Burg im Leimental. An beiden Orten besuchte Anton die Primarschule und ganz kurz nur die Bezirksschule in Mariastein. Wiederum sollte ein Wechsel nach Bern-Bümpliz erfolgen – wir sind im Jahr 1956 – und einige Jahre später nach Schmitten im Kanton Freiburg. Von dort aus besuchte er die ersten drei Klassen am Kollegium St. Michel in Freiburg, und die restlichen vier Gymnasialklassen absolvierte er am Kapuzinergymnasium in Appenzell. Diese Lebensabschnitte mögen in ihm das Verständnis für unterschiedliche Kulturen und Lebensweisen geweckt haben. In der Tat: es war ihm zeitlebens ein Leichtes – sprachbegabt, wie er war - zwischen den Kulturen zu wechseln, etwa zwischen der romanischen und der alemannischen. Dies ist den Brüder- und Schwesterngemeinschaften in Fribourg, aber auch in Italien, Frankreich und anderswo sehr zugute gekommen.

Ordenseintritt und Studium
1959 trat er in Luzern in den Kapuzinerorden ein und durchlief in Solothurn bis 1965 die ordensüblichen Studien in Philosophie und Theologie. Sein Theologiestudium war geprägt durch das gleichzeitig stattfindende Konzil. Mancher mag sich an die Zeit erinnern, wo Anton zusammen mit einigen Mitbrüdern die Initiative ergriff und in abendlichen Vorträgen in der Klosterkirche die theologischen Aufbrüche jener Zeit mit großer Begeisterung zu vermitteln versuchte. „Kirche war ein Ereignis!“. Die der Bildung gegenüber aufgeschlossenen Ordensobern erkannten sehr bald seine Begabungen und schickten ihn zum Hochschulstudium nach Fribourg. Weitere Studienaufenthalte erfolgten ab 1967 in Bonn und Tübingen. Diese Zeit, die zusammenfällt mit den großen gesellschaftlichen Umbrüchen und Veränderungen, bezeichnet Anton für sich selbst als Befreiung aus dem „Ghetto“ in die „katholische Weite“. In dieser bewegten Zeit wird er in Belgien zum Präsidenten der franziskanischen Jugend Europas gewählt. Seither war er maßgeblich beteiligt an der Durchführung der internationalen, franziskanischen Begegnungswochen, so beispielsweise in Holland, Jugoslawien, Belgien und Italien. Dieses frühe Engagement in der franziskanischen, europäischen Jugendbewegung sollte sich später fortsetzen in seiner Funktion als Leiter der Jungterziaren der deutschen Schweiz, in der Betreuung der Jungterziarengruppen in Zürich, Luzern und Sursee, sowie in der Bildungstätigkeit im Antoniushaus Mattli in Morschach und in der Duns Skotus Akademie in Mönchengladbach. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass er von 1968 bis 1993 theologischer Assistent war der internationalen franziskanischen Bewegung „Marienthal“.

Wohl prägend war für ihn 1972 ein mehrwöchiger Aufenthalt in den Favelas von Rio de Janeiro; er war beeindruckt von der unbeschreiblichen Armut und der deprimierenden, allerdings von überströmender Lebensfreude grundierten Hoffnungslosigkeit auf eine bessere Zukunft. Diese für ihn zutiefst existenzielle Erfahrung führte zu dem, was er selbst bezeichnete: zur Befreiung aus einem bürgerlich gedeuteten Evangelium zum Evangelium der Armen. Die Entdeckung der dortigen „Befreiungstheologie“ bzw. die Relecture der Evangeliumstexte mit den Augen des Poverello von Assisi veränderte fortan seine Wahrnehmung, seine Theologie und sein Engagement. „Ich entdeckte noch einmal die Bibel, das Evangelium – und die Bibelinterpretation des Franz von Assisi. Keiner hat so sehr wie er die Religion der Menschwerdung an der Seite der Armen entdeckt“. So erstaunt es nicht, dass er über all die Jahrzehnte mit Leonardo Boff, dem großen Vertreter und Inspirator der Befreiungstheologie in Freundschaft verbunden war – auch wenn er nicht jede seiner späteren theologischen Ansichten teilte.

Studium der franziskanischen Quellen
Die Jahre 1967 bis 1974 können mit seinen Worten überschrieben werden mit: Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Franz von Assisi. Diese fand ihren vorläufigen Abschluss in der Dissertation mit dem Titel: „Die Funktion der franziskanischen Bewegung in der Kirche. Eine pastoraltheologische Interpretation der grundlegenden franziskanischen Texte“ (1976). Hier stehen im Vordergrund: die Verbindung von franzisk. Mystik und Politik, von franzisk. Theologie und Praxis. Wissenschaftliche Auseinandersetzung hieß für ihn nie nur Beschäftigung mit den Quellen von und über Franziskus, sondern immer auch Suche nach einer neuen Spiritualität, nach einer neuen Sprache, nach einer authentischen Praxis für heute. Seine über 80 Buchpublikationen – etliche sind in mehrere Sprachen übersetzt - stehen ganz im Zeichen dieser beiden Pole: Geschichte und Gegenwart. Nicht nur als Meister der Sprache und der Theologie, sondern auch als großer Kenner der franziskanischen Tradition und Geschichte, war er wohl einer der grossen Meister der Spiritualität unserer Tage. Für viele ist sein Buch unvergesslich geblieben mit dem Titel: Franz von Assisi. Ein Anfang und was davon bleibt (1982), das immerhin in 15 Sprachen übersetzt wurde. Darin kündigen sich die großen Linien einer Spiritualität an, die er später in Publikationen wie: Gotteserfahrung und Weg in die Welt (1984), Leidenschaft für Gottes Welt. Aspekte einer zeitgemässen Spiritualität (1988), weiter entwickeln sollte. Darin kündigt sich aber auch eine neue spirituelle Sprache an, die wir später wieder in vielen poetischen Essays und Gebetstexten entdecken können, wie zum Beispiel im Bändchen: Gott, der mich atmen lässt (2012). Überaus geschätzt waren seine Gebete („Wenn ihr um Brot bittet“), die selbst in evangelischen Pfarrhäusern am Tisch vorgetragen werden. Und es ist wohl kein Zufall, dass Anton aufgrund seiner Sprachbegabung und seines Sinnes für Poesie und Lyrik im Vorstand der Innerschweizer Schriftsteller und Schriftstellerinnen war. Bis 2000 war er während sieben Jahren am Fernsehen SRF vielbeachteter Sprecher zum „Wort zum Sonntag“ – mit rekordverdächtigen Einschaltquoten; gleichzeitig war er aber auch regelmäßiger Sprecher in „Erfüllter Zeit“ am ORF1. Eine erstaunliche Öffentlichkeitsarbeit!

Vielfältiges franziskanisches Engagement
Von 1978 bis 1988 war Anton intensivst beschäftigt mit dem Aufbau und der Leitung des „Instituts für Spiritualität“ an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Münster. Dieses Institut war ihm ein Herzensanliegen und gehörte – bis zuletzt - zu einer seiner zentralen Tätigkeiten. Von 1988 bis 1998 war er Präsident der Franziskanischen Akademie, eines Zusammenschlusses der franziskanischen Dozenten und Professoren. Im Zusammenhang dieser Tätigkeiten entsteht nicht bloß ein vierbändiges Grundlagenwerk zur Spiritualität, sondern entstehen auch die über den ganzen Globus verbreiteten franziskanischen Fernkurse, die er mit Leonhard Lehmann und Wilhelm Egger, mit zwei anderen bekannten Kapuzinern, konzipiert und redigiert hatte. Ab 1982 führte er über zehn Jahre auch verschiedene Funktionen aus im Rahmen eines großangelegten, interfranziskanischen, englischsprachigen Lehrprogramms zum Thema: „Franziskanisches, missionarisches Charisma“ (Course on the Franciscan Mission Charisme = CCFMC). Diese Aktivität war verbunden mit ausgedehnten Reisen nach Nord-Amerika, und nochmals in verschiedene Länder Südamerikas, die für ihn wiederum sehr prägend waren. Hier entstanden verschiedene Projekte mit dem von ihm so geschätzten Leonardo Boff.

Schöpfungsmystik
Wie präsent dieser befreiungstheologische Aspekt bzw. der Armutsaspekt bei ihm auch immer war, so rückte ab Mitte der 90er Jahre die Schöpfungsmystik und Schöpfungsspiritualität des Franz von Assisi immer mehr in den Vordergrund. Dazu schreibt er: „Als Forscher im Bereich der franziskanischen Spiritualität wurde mir bald einmal deutlich, dass ökologische und tierethische Fragestellungen von Franz von Assisi her nicht nur nicht ausgeklammert werden können, sondern zum unveräußerlichen Bestand gehören. Diese Einsicht verband sich mit einem ‚angeborenen freundlichen Verhältnis‘ zu Tieren, stamme ich doch aus einer naturverbundenen Bergfamilie“. Entscheidend ist für ihn der große Zusammenhang, die Verbundenheit alles Lebendigen, die Gott in die Schöpfung eingestiftet hat. Und mit Franziskus betont er immer wieder, dass alles miteinander geschwisterlich verbunden ist und dass alles Leben ein Geheimnis ist, dem wir mit Ehrfurcht zu begegnen haben. Es war eine der ihm eigenen Konsequenzen, dass er ab dieser Zeit vegetarisch lebte. Schließlich ließ er sich zuerst in Deutschland in den Theologischen Beirat von AKUT (der Aktion Kirche und Tier) wählen, 2006 wurde er zum Präsidenten der AKUT Schweiz gewählt.

Im Jahr 2009 hat er zusammen mit Rainer Hagencord an der Philos.-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Münster das „Institut für Theologische Zoologie“ gegründet. Er verband dabei das Anliegen, den Tierschutz aus jener Ecke herauszuholen, in die er sich selbst mit aggressiven, politischen Aktionen hineinmanövriert hatte. Vielmehr ging es ihm um einen neuen theologischen und ethischen Zugang, geleitet von der Schöpfungsmystik des Franz von Assisi: Tier und Mensch sind Angesprochene Gottes und haben deshalb einen großen Teil an Lebendigkeit gemeinsam. Und dies ist auch der Grund, warum dem Tier eine besondere Ehrfurcht entgegengebracht werden muss. Die Nächstenliebe – so war er überzeugt – gilt nicht nur dem Menschen, sondern auch dem Tier. Ja, Ehrfurcht gebührt auch jeder Pflanze, jedem Stein, denn alles, was ist, offenbart ein Geheimnis, das sich letztlich jeder Manipulation entzieht. Dies blieben aber nicht nur hehre Worte, sondern in unzähligen Aktionen, Vorträgen, Fastenbriefen, Leserbriefen hat er diese seine Grundüberzeugung mit seinem Freundeskreis zu vermitteln versucht – auch oft gegen den Widerstand offizieller Kreise.

Studienkloster Fribourg
Just im Jahre 2009, als er dieses Institut gegründet hatte, musste er aufgrund eines Provinzbeschlusses den Kapuzinerkonvent von Altdorf aufgeben, sein geliebtes Kloster, dem er während Jahren als Guardian vorstand. Das hat bei ihm verständlicherweise Wunden hinterlassen, die nie ganz verheilten und von denen er noch bis in die letzten Tage sprach. Viele Verbindungen nach Altdorf sind ihm jedoch erhalten geblieben, und seien es auch nur die bekannten Quatemberkonzerte. Auf der andern Seite hat durch sein Wechsel nach Fribourg die hiesige Kommunität enorm profitieren können: auch wenn er häufig unterwegs war, so war er, wenn er hier war, äußerst präsent, dienstbereit, bereit für die verschiedensten Dienste, die in einem Kloster anfallen. Im Studienkloster hatte er den Auftrag, die Kapuzinerstudenten, die aus verschiedenen nicht-europäischen Provinzen stammen, in franziskanischer Spiritualität zu unterrichten. Dies tat er mit viel Hingabe, indem er die Studierenden auch hinführte zu den wichtigen Orten der franziskanischen Geschichte. Wir hatten weitere Pläne mit ihm bezüglich des Studienklosters in Fribourg.

Der „Bruder Tod“ hat seiner fast unerschöpflich scheinenden Schaffenskraft und seinem unversiegbaren visionären Engagement ein unverhofftes Ende gesetzt. Ist es nicht bezeichnend, dass sein letztes Buch, das er selbst nicht mehr zu Gesicht bekam, den Titel trägt: „Alles auf den Kopf stellen – neue Wurzeln schlagen“?

Adrian Holderegger OFMCap, Fribourg

Villa-Abend zur geistig-geistlichen Basis des Leitungsverhaltens

Unter dem Titel "Leiten und Managen – oder: Von der Kunst des Dienens" gestaltete Prof. P. Dr. Thomas Dienberg OFMCap, Professor für Spiritualität an der PTH und Leiter des IKMS, am 14. Januar 2016 den ersten Villa-Abend im Jahr 2016.
Menschen leiten – wie geht das? In den letzten Jahrzehnten wurde eine unübersehbare Flut von Büchern zu dieser Frage geschrieben: Praxisimpulse für den Alltag, Ratgeber für gestresste Manager, Theorien über effektive Unternehmensplanung… Dass dies allein nicht genügt, sagen Betroffene selbst: Sie ziehen sich zu spirituellen Trainings in Klöster zurück oder legen Auszeiten ein, um sich ihrer Werte und Grundhaltungen bewusst zu werden.
Genau deswegen ging es am Villa-Abend um die geistig-geistliche Basis des Leitungsverhaltens. Dabei wurde deutlich, dass der franziskanische Ansatz besondere Varianten beitragen kann: Schon Franziskus und Klara verstehen und praktizieren Leitung vor allem als ein dynamisches Beziehungsgeschehen unter gleichwertigen Partnerinnen und Partnern. Eigenverantwortung freisetzen, neue Möglichkeiten spielerisch ausprobieren, das Risiko wagen, Kritik und Korrektur annehmen, Versöhnung leben, gut informieren und vor allem miteinander auf Augenhöhe kommunizieren; mit einem Wort: ein Liebhaber des Lebens, der Welt und der Menschen sein.
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Spiritualität, die zu denken gibt
Dies academicus am 8. Dezember 2015

Einen vielseitigen und fesselnden Dies academicus beging die PTH Münster am 8. Dezember 2015, ihrem Patronatsfest. Es ging um das Verhältnis von Theologie und Spiritualität – Schwerpunktfach der PTH. Zahlreiche Dozierende, Studierende und Gäste nahmen an dem intensiven Studientag teil, der von namhaften Referenten aus dem In- und Ausland gestaltet wurde.
Die empirisch forschenden Mediziner und Pastoralsoziologen Prof. Dr. Arndt Büssing (Universität Witten-Herdecke) und Prof. Dr. Christoph Jacobs (Katholische Fakultät Paderborn und PTH Münster) präsentierten in einem fulminanten Einführungsreferat Ansätze, Methoden und Ergebnisse zu der komplexen Materie „Wie messbar ist Spiritualität?“. Dabei boten sie zahlreiche interessante Erkenntnisse. Es ist z. B. keineswegs so eindeutig, dass spirituelle Praxis zu einem gesünderen Leben oder Innerlichkeit zu diakonischem Verhalten führt. Weniger überraschend scheint, dass nicht die Häufigkeit, sondern die Erfahrungstiefe spirituell-religiösen Tuns lebenszufriedener macht.
Prof. Dr. Marianne Schlosser, Inhaberin des Lehrstuhls für Spiritualität an der Universität Wien und Mitglied der römischen Theologenkommission und lange der PTH verbunden, rekurrierte in ihrem Vortrag „Der große Atem christlicher Spiritualität. Was uns die Tradition zu sagen hat“ auf die mittelalterlich-scholastischen Spuren von Spiritualität bei Thomas von Aquin und Bonaventura. Mit ihnen mahnte sie neben der „sitzenden“ eine „kniende“ Theologie an. Theologie müsse immer im guten Sinne doctrina (Lehre) sein, die „prophetisch“ der Offenbarung Gehör verschafft und zum Glauben (biblisch: Umkehr) hinführt.
Am Nachmittag referierte Prof. Dr. Simon Peng-Keller, Universität Zürich, ausgewiesener Experte in Sachen Spiritualität, über „Kontemplation und Theologie. Verhältnisbestimmungen im Horizont gegenwärtiger spiritueller Suchbewegungen“. Ausgehend von einer Parabel Paul Claudels, die Animus und Anima als gegensätzliches Paar zeichnet, plädierte Peng-Keller für eine Wiederentdeckung des erfahrungsbezogenen, sinnenhaften Strangs biblisch-christlicher Traditionen („hot knowledge“). Die Diskussion zeigte, dass u. A. beim Begriff Kontemplation durchaus noch Klärungsbedarf besteht.
Den Abschluss der wissenschaftlichen Einheiten bildete der Vortrag des emeritierten Münsteraner Fundamentaltheologen Prof. Dr. Jürgen Werbick: „Wie fromm muss Theologie sein? Spiritualität als Methode der Theologie“. Sei es Aufgabe der wissenschaftlichen Theologie, die den Glauben begründenden Zeugnisse zu evaluieren, so Aufgabe der Spiritualität, uns von den Zeugnissen in die Wahrheit des Bezeugten einzuführen. Werbick verwies auf Karl Rahner und Hölderlin: Wir sind „Gesagte“ aus Gottes Gnadenwort, Angesprochene, Gespräch. Gemeinsame Sorge von Theologie und Spiritualität müsse es sein, die Frage nach den Quellen des Mutes wachzuhalten und diese Quellen zu hegen.
Beim festlichen Actus academicus hielt Christian Geyer, Feuilletonist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, den öffentlichen Abendvortrag. Sein ebenso geistreicher wie provozierender Vortrag „Warum die Theologie wieder mehr über Himmel und Hölle reden muss. Die Rolle der Jenseitsvorstellungen für eine kraftvolle Spiritualität“ schalt zunächst die Pluralität heutiger Bibelexegese, die aus Gott einen zahnlosen Tiger zu machen drohe. Geyer karikierte sodann mit dem Satiriker Eckhard Henscheid theologische Spitzfindigkeiten über die Himmelsfähigkeit der Tiere. Schließlich zieh Geyer den Wiener Kardinal Schönborn mit zwei Stellungnahmen von 2008 und 2015 der Widersprüchlichkeit. Geyers Fazit lautete (mit Thomas Mann): Theologie kann nie modern sein. Eine streitbare These.
Die redliche Erschöpfung nach einem Tag so vieler, ganz unterschiedlicher Ein- und Ausblicke konnte man im Refektorium des Klosters bei Wein und Gesprächen fröhlich ausklingen lassen.
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Neue Professoren an der PTH ernannt

Im Rahmen des Actus academicus wurden auch zwei neue Professoren ernannt, die aus der Hand von Br. Marinus Patziger OFMCap, dem Generalmoderator der PTH, ihre Ernennungsurkunden erhielten: Prof. Dr. Katharina Karl als Professorin für Pastoraltheologie und Religionspädagogik und Prof. Dr. Stephan Winter als Professor für Liturgiewissenschaft.

Villa-Abend zur Bedeutung des Yoga für die christliche Spiritualität

Unter dem Titel "Wieviel Leib braucht die christliche Spiritualität? Was wir vom Yoga lernen können" gestalteten Dr. Eckard Wolz-Gottwald, Dozent für Philosophie an der PTH Münster und Autor des ‚Yoga-Philosophie-Atlas‘, sowie Angelika Beßler, Yogalehrerin BDY/EYU, Vorstandsvorsitzende des Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) den Villa-Abend der PTH am 12. November 2015.
Nach einer neuen Studie haben 15% aller Deutschen schon einmal Yoga geübt. Weitere 16% können sich vorstellen, in Zukunft mit Yoga zu beginnen. Gleichzeitig gehört es zur alltäglichen Erfahrung, dass Kirchengemeinden mangels Masse fusionieren müssen und die Bedeutung des Christentums in unserem Kulturkreis weiter schwindet. Fehlt der christlichen Religiosität etwas, was andere aufzuweisen haben? Ist es möglich, in dieser Weise insbesondere vom Yoga zu lernen?
Solchen Fragen widmeten sich die Referenten. Sie zeigten auf, was Yoga überhaupt ist und zeigten auf, ob und vor allem was heutige christliche Spiritualität vom Yoga lernen kann.
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Auf die Haltung kommt es an!

Auf die Haltung kommt es an! Franziskanische Führung als Impuls für die unternehmerische Praxis. Zu diesem Thema führte Kapuzinerpater Harald Weber OFMCap (Leiter des Pastoralseminars der PTH) am 10.11.2015 durch den Workshop im Klostersaal des Kapuzinerklosters in Münster. Wie kann das traditionelle Führungsverständnis von Franziskus für heutiges persönliches Führungsverhalten genutzt werden? Dieser Frage stellten sich Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft und sonstigen franziskanischen Einrichtungen. Abgerundet wurde der Workshop durch eine exklusive Klosterführung.
Darüber hinaus führte Pater Harald einen Workshop zur Franziskanischen Führung als Beispiel für sinnorientierte Führung am 18.11.2015 im Universitätsklinikum Münster durch. Für das 2016 sind weitere Veranstaltungen mit dem UKM geplant.

Angebote der PTH fand Interesse bei Schülerinnen und Schülern

Anlässlich des Hochschultages am 5. November 2015 besuchten interessierte Schülerinnen und Schüler die PTH, nahmen an Lehrveranstaltungen teil und informierten sich über ein Studium an der Hochschule.
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Wofür brenne ich?
Klostergespräche reflektieren persönliche Leidenschaft im Unternehmertum

Zum Thema „Unternehmerisches Handeln aus Leidenschaft!“ hatten die Wirtschaftsinitiative Münster (WIN) und das Institut für Kirche, Management und Spiritualität (IKMS) der PTH Münster am 28.10.2015 zu den dritten Klostergesprächen eingeladen. WIN-Vorstand Andreas Schulte Werning begrüßte mehr als 25 Unternehmer und Wissenschaftler im Klostersaal des Kapuzinerklosters in Münster. „Stellen Sie sich die Frage: wofür brennen Sie?“, fokussierte der Kapuzinerpater und Rektor der PTH Münster Ludger Schulte auf den persönlichen Auftrag des Einzelnen direkt zu Beginn seines Impulsvortrags. „Aus welchen Energiequellen schöpfe ich und wie kann ich diese Energie in meine Unternehmensarbeit einbinden?“. Dabei unterstrich Pater Ludger die Faktoren von Zeit nehmen und in Distanz gehen, um persönliche Leidenschaft und Energie bewusst wahrzunehmen und zu entdecken. Neben persönlichen Eigenschaften wurde der Aspekt der Sehnsucht als bedingender Faktor aufgegriffen. „Was will ich?“ und „was suche ich?“ kann ein Motivator sein, um etwas Neues zu tun, ein Risiko einzugehen, wovor ich Angst im Sinne von Respekt habe, stellte der langjährige geistliche Begleiter von Führungskräften die praktische Relevanz vom leidenschaftlichem Denken und Handeln dar. Der Bezug zur realen Wirtschaftspraxis wurde zudem durch einen praktischen Impuls des Münsteraner Unternehmers Klaus Panreck gelegt. Ebenso hatten die Unternehmer Raum ihre persönlichen Assoziationen und Erfahrungen zum Thema Leidenschaft zu reflektieren und mit dem Experten aus dem Kapuzinerorden zu diskutieren. „Die gute Mischung aus Input, Reflexion, Dialog und Diskussion zum Transfer ins Unternehmen ist ein Schlüssel für gutes und verantwortliches Verhalten in der Unternehmenspraxis“, fasste Mit-Initiator Markus Warode vom IKMS die gelungene Veranstaltung zufrieden zusammen, bevor es zum traditionellen kleinen Imbiss im Anschluss an den inhaltlichen Teil ging.

"Gemeinschaft und Individualisierung.
Was hält Gesellschaft, Kirche und Orden zusammen?"

Auf Einladung des Forschungsprojektes „Gemeinschaftsbildung in Gesellschaft, Kirche und Orden unter pluralen Bedingungen“ der PTH und des Instituts Marie-Dominique Chenu in Berlin trafen sich vom 23. auf den 24. Oktober 2015 15 Dozierende der PTH in Hamburg (St. Ansgar Haus) zu einem Seminar. Aus den unterschiedlichsten an der Hochschule vertretenen theologischen Disziplinen beleuchteten die Teilnehmer/-innen der Tagung das Spannungsverhältnis zwischen Individualität und Gemeinschaft.
In einer neunzigminütigen, ausgesprochen herzlichen Begegnung mit dem neuen Erzbischof von Hamburg, Dr. Stefan Heße, diskutieren die Dozierenden der PTH Münster vor allem die Frage nach einer von allen als notwendig erachteten, gleichwohl aber zumeist defizitären Verlinkung zwischen pastoraler Praxis vor Ort und wissenschaftlich-theologischer Reflexion. Speziell die in Münster schwerpunktmäßig betriebene Theologie der Spiritualität könnte wichtige Impulse setzen; in dieser Einschätzung waren sich die Beteiligten mit Erzbischof Heße einig.
Überraschend deutlich kristallisierte sich in der zweitägigen Diskussion wie auch im Gespräch mit dem Ortsbischof der inkarnationstheologische Aspekt als viele Debattenbeiträge verbindendes Element heraus.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.
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ZUM SPIRITUELLEN PARADIGMENWECHSEL IN DER ENZYKLIKA »LAUDATO SI« VON PAPST FRANZISKUS

Am ersten Villa-Abend der PTH im WS 2015/16 referierte Rainer Hagencord, Lehrbeauftragter für Grenzfragen / Biologie und Leiter des Instituts für Theologische Zoologie, Münster über einen spirituellen Paradigmenwechsel: Konnten sich bislang Christen und Christinnen auf das biblische Wort »Macht euch die Erde untertan!« berufen, entzieht Papst Franziskus dem darin ausgesprochenen Anthropozentrismus vollständig den Boden. Er schlägt sich auf die andere Seite; nämlich auf die Seite derer, die das Christentum verstehen als Einweisung in die Haltung der Mitgeschöpflichkeit.
Wenn wir die herkömmliche Theologie anschauen, dann finden wir das, was wir als eine Gottesrede mit dem Rücken zur »Mehr-als-Menschlichen-Welt« beschreiben können. Der unfassbare Kosmos des Lebendigen kommt darin bestenfalls als hübsche Kulisse vor, verkommt aber letztlich zum Ressourcenlager der Industrienationen. Das vermeintlich christliche Abendland trägt damit die Mitverantwortung für den gnadenlosen Umgang mit den drei Welten: Der natürlichen Mit-Welt, der
Nach-Welt und der sogenannten Dritten Welt.
Die Enzyklika formuliert eine Theologie mit dem Gesicht zur Schöpfung: Sie ist der erste Ort der Gotteserfahrungen! Und die Haltung der Barmherzigkeit gilt allem Lebendigen gegenüber.
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Soiree zum 500. Geburtstag Teresas von Avila

Unter dem Titel "Die Seele ist ein Paradies, an dem der Herr seine Lust hat" veranstaltete das Institut für Spiritualität an der PTH Münster am 14. Oktober 2015 anlässlich des 500. Geburtstags Teresas von Avila eine Soiree mit Liedern aus der Zeit Teresas sowie Texten Teresas, einer Kirchenlehrerin und bedeutenden Frau der Kirchen- und Spiritualitätsgeschichte.
Soiree meint eine festliche Abendgesellschaft und so wurde in einer Mischung aus Einführung (P. Michael Plattig O.Carm.), Texten der Heiligen (vorgetragen von Dr. Regina Bäumer) und Musik aus der Zeit Teresas, vorgetragen vom Ensemble Laudino auf nachgebauten historischen Instrumenten, die Gestalt Teresas und ihre Spiritualität den etwa 160 interessierten Besuchern nahegebracht.
Applaus und anregende Gespräche nach der Veranstaltung zeigten, dass diese Mischung angekommen war. Ein gelungener Abend.
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