Willkommen auf den Seiten der PTH Münster

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  • Villa-Abend mit Dr. Jutta Desel
  • Großes Interesse an der PTH beim Hochschultag 2017
  • Prof. Winter referiert auf Studientag des Bistums Hildesheim (©bph/Stefan Hinze, Hannover)
  • "Theologie meets Kunst" - Spaziergänge zu den Skulptur-Projekten 2017

Die PTH lädt ein zum Dies und Actus Academicus 2017

Beim diesjährigen Dies und Actus Academicus der PTH am 8. Dezember 2017 im Kapuzinerkloster Münster geht es um die Verhältnisbestimmung von Kunst und Spiritualität. Der Dies Academicus beginnt mit einer Hl. Messe um 8 Uhr. Anschließend beleuchten Prof. Dr. Claudia Gärtner, Dr. Johannes Rauchenberger, Prof. Dr. Josef Meyer zu Schlochtern und Prof. Dr. Reinhold Zwick das Thema Kunst und Spiritualität aus unterschiedlichen Perspektiven.
Den Öffentlichen Abendvortrag beim Actus Academicus hält Prof. Dr. Jan-Heiner Tück, Universität Wien, um 19:30 zum Thema: Verborgene Gegenwart. Der Hymnus Adoro te devote. Zur poetischen Verdichtung der Eucharistietheologie bei Thomas von Aquin.
Das genaue Programm der Tagesveranstaltung finden Sie hier (54 kB) .

Zu weiteren Informationen zu Referenten und Vorträgen gelangen Sie hier.

Marc Chagall und die Bibel
Erster Villa-Abend im WS 2017/18 an der PTH

Dr. Jutta Desel, Kunsthistorikerin und Ehefrau des an der PTH lehrenden Rabbiners Efraim Yehoud-Desel, hielt am 16.11.2017 einen spannenden Vortrag zu den Kreuzigungsdarstellungen von Marc Chagall. Ausgehend von der „Weißen Kreuzigung“, die Chagall 1938 unter dem Eindruck der Reichspogromnacht gemalt hat, führte die stellvertretende Leiterin des Museums Abtei Liesborn in eingehenden Bildbetrachtungen tiefer ein in die erstaunliche Tatsache, dass sich ein jüdischer Künstler häufig des zentralen christlichen Symbols des Kreuzes bedient hat. Dem interessierten Publikum bot Frau Dr. Desel auch eine eigene Forschungserkenntnis dar: Die Selbstdarstellungen Chagalls als Esel könnten auf Gen 49,14f. zurückgehen. Dort wird der Stamm Issachar, auf den sich die Familie Chagalls wahrscheinlich zurückführte, als Esel beschrieben.
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Prof. Winter referiert auf Studientag des Bistums Hildesheim

Auf einem diözesanen Studientag des Bistums Hildesheim zur Liturgie, an dem kürzlich in Hannover über 350 Interessierte teilnahmen, referierte Prof. Stephan Winter über das Thema "Eucharistie: "Quelle und Höhepunkt" des Lebens der christlichen Gemeinde - auch heute!?". Von biblischen Schlüsseltexten her und mit Blick auf einzelne, zentrale liturgische Vollzüge wurde u. a. deutlich: Der vom Geist getragene Mitvollzug des durchgängig eucharistischen Zeugnisses von Leben, Leiden/Sterben und Auferweckung/Erhöhung Jesu Christi stellt einen gar nicht zu überschätzenden Schatz dar, der immer wieder neu in die lebensweltlichen Kontexte hinein und von ihnen her erschlossen werden will. Dem diene eine im umfassenden Sinne mystagogische - also: das innerste Geheimnis der Feier - erfahrbar machende Feierkultur.
Im lebhaften und intensiven Austausch im Plenum wurde dann unter Beteiligung von Winter und Korreferent Rat Dr. Christian Hennecke, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Generalvikariat, Hildesheim "durchbuchstabiert", was dies angesichts notwendiger Weichenstellungen in der heutigen pastoralen Landschaft im Einzelnen für Gemeinden bedeuten kann. Hennecke steuerte hierzu wertvolle Beispiele aus verschiedenen weltkirchlichen Bereichen bei.
Die Referenten waren sich darin einig, dass ein eher quantitativ (also: primär an der Zahl und/oder Uhrzeit von Messfeiern) orientiertes Eucharistieverständnis insgesamt wenig hilfreich ist, um sich der
geistlichen Tiefe der Feier sowie ihrer Lebensrelevanz (in einem umfassenden Sinne!) anzunähern.
Eine Messfeier, in der jüngst für den mystagogischen Vollzug besonders geeignete liturgische Gefäße Verwendung fanden, die in der Tradition der Liturgischen Bewegung vom Anfang des 20. Jahrhunderts geschaffen wurden (siehe dazu im Internet), bildete den Abschluss dieses in vielerlei Hinsicht bewegenden Tages.

Großes Interesse an der PTH beim Hochschultag

Am 9. November fand der diesjährige Hochschultag in Münster statt. Rund 17.500 Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer informierten sich an den Münsteraner Hochschulen über ihre Studienangebote.
Großes Interesse fanden auch die Veranstaltungen der PTH. Prof. P. Dr. Ludger Ägidius Schulte OFM Cap. referierte über das Thema "Gott und Welt", Dr. Eckard Wolz-Gottwald stellte das besondere Profil der PTH Münster mit dem Schwerpunkt Theologie der Spiritualität vor und Dr. Christian Uhrig setzte sich mit der Frage "Warum Theologie studieren" auseinander.

"Theologie meets Kunst"
Erkundungsgänge zu ausgewählten Exponaten zum Finale der Skulptur-Projekte

Wenige Tage vor dem offiziellen Ende der Skulptur-Projekte 2017 lud IUNCTUS, das Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität der PTH, in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Katholisch-theologischen Fakultät an der Universität Würzburg (Prof. Dr. Martin Stuflesser) und dem Diözesanmuseum Osnabrück (Friederike Dorner, Kunsthistorikerin) dazu ein, sich ausgewählten Kunstwerken aus theologisch-spiritueller Perspektive anzunähern. Prof. Stephan Winter beschrieb im Eingangsimpuls das Ziel dieser Erkundungsgänge: Sie wollten die Kunstwerke einerseits wahrnehmen als gezielte Interventionen innerhalb des öffentlichen Raumes der Stadt. Andererseits wurden die Skulpturen noch zusätzlich mit eigenen Glaubensüberzeugungen bzw. Zeugnissen der biblisch-christlichen Tradition konfrontiert. Letztere wurden u. a. mittels von Bibelzitaten, Liedtexten oder aktuellen essayistischen Äußerungen zu einschlägigen Themen eingespielt.
Die vielfältigen Gespräche an den Stationen und auf den Wegen dazwischen, die zum Teil mit dem Fahrrad, zum Teil zu Fuß zurückgelegt wurden, haben zu vielfältigen Diskussionen angeregt. Die mehrfache Brechung der eigenen Wahrnehmung, so eine Teilnehmerin, habe ihr deutlich gemacht, wie die Begegnung von Glaube und Kunst individuelle und gemeinschaftliche Horizonte zu erweitern vermag.
In einem vor wenigen Monaten veröffentlichten Dokumentarfilm zu seinem eigenen Kunstverständnis sagt Papst Franziskus, dass Kunstwerke für ihn ein Kontrast zur derzeitigen Wegwerfkultur seien, ein Hinweis auf einen Weg der Evangelisierung: "Der Künstler ist ein Zeuge des Unsichtbaren und Kunstwerke sind der klarste Beweis, dass die Auferstehung möglich ist". Ob man so weit gehen kann – darüber mag man trefflich streiten. Die theologisch-spirituellen Erkundungsgänge durch Münster haben aber jedenfalls gezeigt, dass sich mittels Kunst zumindest solche Diskurse und Austauschprozesse hervorragend anregen lassen. Schon das ist in Zeiten oft überhitzter und hochgradig polarisierter Diskurse ein nicht zu unterschätzender Gewinn!

„Wir müssen unsere Rolle als Mensch neu definieren“
Erster Workshop des ITZ im Kapuziner-Klostergarten Münster
Impulse - Wahrnehmungen - Verköstigungen.
Ein ökumenisches Projekt: Für eine ökologische Reformation

Ein gelungener Auftakt. Der Workshop des Institutes für Theologische Zoologie (ITZ), An-Institut der PTH, im Kapuziner-Klostergarten Münster am Samstagnachmittag, 9. September 2017, lud ein zu einem Perspektivwechsel. Die evangelische Bischöfin im (Un-)Ruhestand, Bärbel Wartenberg-Potter, rief in ihrem Impulsvortrag zu einer ökologischen Reformation auf. „Wir müssen unsere Rolle als Mensch gegenüber den Tieren und der Natur neu definieren“, erklärte sie. So wie Kopernikus mit der Erkenntnis, dass die Erde nicht das Zentrum unseres Sonnensystems ist, das menschenzentrierte Weltbild in Frage stellte, so müssten wir heute erneut unseren Anthropozentrismus hinterfragen. „Der Mensch ist nicht die „Krone der Schöpfung“, er ist Teil einer großen Schöpfungsgemeinschaft“, so Wartenberg-Potter. Eine intakte Natur ist Grundlage für unser eigenes Überleben, unsere Um-Welt ist vielmehr Mit-Welt. Angesichts der zahlreichen Klimakatastrophen müsse der Mensch sich endlich als „verantwortlicher Verwalter“ begreifen, wie es auch Papst Franziskus in seinem reformatorisches Werk „Laudato si“ definiert hat.

Mit Konrad von der Beeke (Bischöfliches Studierendenwerk Münster und Honey Life Group Münster) und Viktor Lust (Student) wurde den 25 Workshop-Teilnehmer*innen das Leben und der Wert der Biene näher gebracht. „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch noch 4 Jahre zu leben“, zitierte von der Beeke Albert Einstein. Daher sei jeder mit einem Balkon oder Garten eingeladen einen Bienenstock zu unterhalten und diesem kleinen wertvollen Insekt mehr Respekt entgegen zu bringen.

Der Workshop wurde von Dr. Rainer Hagencord, Leiter des ITZ, geleitet und endete mit einem vorzüglichen Drei-Gänge-Menü mit frischen Gemüsen und Kräutern aus dem Klostergarten.

Es gibt bereits weitere Termine in 2018: Für Samstag 03.03.2018 ist ein Workshop mit dem NABU NRW geplant, für Samstag 22.09.2018 mit dem Zentrum für Islamische Theologie, WWU Münster. Die Workshop-Reihe ist Teil eins zweijährigen Gemeinschaftsprojektes mit dem Kapuzinerkloster Münster, den Alexianer-Werkstätten, IUNCTUS, dem Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität der PTH Münster, dem NABU NRW und dem NABU Münster.

Das Projekt wird durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert.

Prof. Dr. theol. habil. Ulrich Engel OP erhält Preis der European Society for Catholic Theology

Prof. Dr. theol. habil. Ulrich Engel OP – Direktor am Institut M.-Dominique Chenu Berlin, und Professor für Philosophisch-theologische Grenzfragen an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster – hat mit seinem Buch Politische Theologie „nach“ der Postmoderne. Geistergespräche mit Derrida & Co. den mit 3.000€ dotierten Preis für das beste theologische Buch der Jahre 2015-2016 in Europa in der Kategorie der „Senior Theologians“ gewonnen. Ausgelobt und vergeben wird der Preis von der „European Society for Catholic Theology“. Die Preisverleihung findet am 1. September 2017 in der Kathedrale zu Strasbourg statt.

Prof. Winter auf dem Kongress der Societas Liturgica in Leuven

Vom 07. bis 12.08. hat in Leuven/Belgien der 26. Fachkongress der Societas Liturgica stattgefunden. Die ökumenische, internationale Vereinigung von Liturgiewissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie vielen Anderen, die vielfältig in der Förderung des christlichen Gottesdienstes im ökumenischen Geist engagiert sind, feierte dabei zugleich ihr 50jähriges Bestehen. Für diesen Jubiläums-Kongress war das Thema Symbol of What We Are: Liturgical Perspectives on Sacramentality angemessen ausgewählt, eröffnete es doch sehr grundlegende Fragestellungen, die für das Christsein in heutiger Zeit von nicht zu unterschätzender Bedeutung sind. Die Hauptvorträge und Case Studies von Expertinnen und Experten verschiedener Denominationen und unterschiedlicher Nationalität konnten jenseits ausgetretener Pfade "a whole field of human, liturgical and theological interest” neu erschließen und so vielfältige Impulse für Forschung und Lehre setzen.
Prof. Winter (auf dem Bild am Rand eines Hauptvortrags im anregenden Gespräch mit Pastor Thomas Roscher, dem Beauftragten für Agende der evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland) steuerte zum Kongress eine Case Study mit dem Titel “Liturgisches Märtyrergedenken als Katalysator eines ökumenisch tragfähigen Verständnisses von Spiritualität?!” bei. Außerdem war er hauptverantwortlich für die Gestaltung der Liturgien (im Bild: zwei Szenen der großen Kongress-Eucharistie in der Kirche St. Johannes der Täufer – großer Beginenhof –, die der scheidende Präsident Prof. Dr. Martin Stuflesser, Würzburg, leitete).
Gerade bezüglich der christlichen rituell-gottesdienstlichen Vollzüge sind solche Veranstaltungen wohl dringlicher denn je, weil sie dazu beitragen, in einer globalisierten Welt mit ihren komplexen Herausforderungen über Konfessionsgrenzen hinweg das unter- und entscheidend Christliche in den Fokus zu rücken.
Hier geht es zum Livestream vom Eröffnungsgottesdienst in der St. Peter-Kirche.

Wertemanagement: Christliche Spiritualität als Ressource der Unternehmenskulturgestaltung

Zum dritten Mal tauschten sich Wissenschaftler aus den Bereichen Ethik, Theologie, Pflege, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften im Fachgespräch zu „Unternehmenskultur in Einrichtungen und Unternehmen mit konfessioneller Trägerschaft“ aus. Austragungsort war diesmal das IDM - Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement in Bethel bei Bielefeld.
Der Würzburger Wirtschaftsethiker Professor Dr. Harald J. Bolsinger, Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS), präsentierte aus Managementperspektive erstmals ein neuartiges Stufenmodell zur multirationalen Nutzung von Spiritualität als Ressource in der Unternehmenskulturgestaltung säkularer Organisationen: „Intrinsische Motivation zu unternehmenspolitisch erwünschtem Verhalten kann durch die Respektierung und Berücksichtigung der individuellen Rückbindung an philosophische und theologische Quellen für werteorientiertes Verhalten eine positive Verstärkung erfahren“, erläuterte er seinen Ansatz ganzheitlichen Wertemanagements und verwies auf die diesbezüglich ungehobenen Ressourcen in Unternehmen. In einem in Zusammenarbeit mit Markus Warode (IUNCTUS) gestalteten Workshop erarbeitete Bolsinger mit den Teilnehmern ein Portfolio von Instrumenten mit werteverstärkenden Effekten aus dem konfessionellen Umfeld zur gezielten Übertragung in säkulare Organisationen.
Professorin Dr. Beate Hofmann (IDM) stellte den aktuellen Stand eines Forschungsprojektes zu diakonischer Unternehmenskultur vor. Nach zahlreichen Befragungen kristallisierte sich dabei heraus, dass das typisch Diakonische zwar in Riten, Seelsorge, Kapellen u.a. ausgemacht werde, dieses aber für die gelebte Kultur als weniger wichtig angesehen werde. Was den Gehalt des spezifisch Christlichen in der Organisationskultur begründen kann und wie dieses Merkmal in Befragungen wissenschaftlich belastbar zu ermitteln ist, war anschließend Gegenstand eines Streitgesprächs. Die Hypothesen reichten von einer persönlichen lebendigen Beziehung mit Jesus Christus über die Gestaltung menschlicher Beziehungen untereinander ohne Bezug auf Jesus bis hin zur einfachen Mitgliedschaft in einer Mitgliedsvereinigung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland e. V. als Indikatoren für die Motivation zu christlicher Organisationskultur.
Einen ersten Einblick in das Organisationskulturforschungsprojekt „WIND – Werte, Innovation, Diversity“ gab Michael Zirlik: Diakonie Neuendettelsau und Caritas Nürnberg realisieren dieses Projekt gemeinsam mit Laufzeit bis April 2019, gefördert durch das Programm „Rückenwind“ des Europäischen Sozialfonds (ESF).
Thema bei dieser Begegnung war auch die Weiterentwicklung des Forschungskreises hin zu einem Netzwerk mit wissenschaftlichen Akzenten christlich geprägter Unternehmenskulturen. Dazu lädt Bolsinger im November 2017 in Kooperation mit dem Wilhelm Löhe Ethikinstitut zu einem virtuellen Treffen auf Basis der Digitalisierungsinfrastruktur der FHWS zu einem WebcastWorkshop ein. Der Forschungskreis wurde 2015 auf Initiative des Wilhelm Löhe Ethikinstituts in Fürth gegründet. Die FHWS ist seitdem kontinuierlich mit dem Würzburger Wirtschaftsethiker Harald Bolsinger beteiligt.

Neue Publikation von Lehrenden der PTH

Dienberg, Thomas / Eggensperger, Thomas / Engel, Ulrich / Kohl, Bernhard (Hrsg./Eds.)
... am Ende ganz allein? ... eventually all alone?
Gemeinschaftsbildung in post-traditionalen Zeiten
Aschendorff-Verlag, Münster 2017

Welche Kohäsionskräfte sind zu Beginn des 21. Jahrhunderts stark genug, um Gesellschaften – und in ihnen auch kirchliche Gemeinschaften – zusammenzuhalten? Angesichts der post/modernen Pluralisierungsphänomene können wir diese Frage heute nicht normativ beantworten. Es braucht innovative Interpretationsansätze. Ein internationales Forschungsprojekt der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster und des Institut M.-Dominique Chenu Berlin suchte nach neuen Formen der Gemeinschaftsbildung. Das zweisprachige Buch dokumentiert wichtige Ergebnisse.

PTH beteiligt sich an gemeinsamem Oberseminar mehrerer Lehrstühle für Liturgiewissenschaft

Prof. Stephan Winter und Thomas Kröger haben in den letzten Julitagen 2017 an einem gemeinsamen Oberseminar der Lehrstühle und Professuren für Liturgiewissenschaft an den Universitäten/Fakultäten von München, Paderborn und Würzburg an der LMU in München teilgenommen.
Unter verschiedenen Perspektiven wurde der Frage nachgegangen, inwiefern aktuell weit verbreitete "Retro-Tendenzen" auch den Gottesdienst prägen. Unter anderem ging es um Themen wie die Gebetsrichtung bzw. entsprechend unterschiedliche Gestaltungsprinzipien von Kirchengebäuden in Geschichte und Gegenwart; Dynamik und Erstarrungstendenzen liturgischer Sprache sowie Gründe/Motive für die Setzung/(Nicht-)Rezeption liturgischer Normen.  
Winter und Kröger haben eine Arbeitseinheit zum Thema "Partizipationsformen in Liturgie und Gesellschaft innerhalb einer unvollständig globalisierten Welt (L. Kühnhardt)" verantwortet. Einig war man sich - bei allen differierenden Einschätzungen im Detail - darüber, dass die rituellen Praxen der Religionen für die Herausforderungen der Gegenwart bei der Bildung tragfähiger Sozialbeziehungen eine zentrale Rolle spielen, die oft noch zu wenig gesehen wird.

Summerschool 2017 erfolgreich verlaufen

„Zwischen Heimat und Fremde – auf der Suche nach dem eigenen Leben“, unter diesem Titel fand die zweite Summerschool von 10.-13.2017 an der PTH Münster statt. Dabei gingen spiritualitätstheologische Impulse aus verschiedenen Disziplinen und Austauschforen zum Praxistransfer Hand in Hand. Im ersten Vortrag stellte Michael Plattig Heimatlosigkeit als Grundmotiv christlicher Existenz in der Spiritualitätsgeschichte vor. Das Thema Heimat wurde auch im und nach dem sozialethisch-kulturellen Vortrag von Werner Veith (LMU München) intensiv diskutiert, der der Begriffsbestimmung anhand von sozialwissenschaftlichen Theorien sowie der Filmanalyse zu „Portugal mon amour“ nachging. Mit Ludger Schulte suchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem „Passwort“ für das eigene Leben. Eine andere, von Ulrich Engel gestellte, leitende Frage war die nach dem Fremden bzw. der Grenze als einem theologischen Erkenntnisort. Der öffentliche Abendvortrag im Kapuzinerkloster nahm schließlich den Zugang über die Psychologie. Jochen Sautermeister verortete die „Christliche Identität als utopischen Standort in unsicherem Gelände“. In den Seminaren und Workshops waren vom Blick auf Europa als Heimat über den Bereich der fremden Heimat Liturgie und Körperübungen bis zum interreligiösen Dialog multiperspektivisch und ein Stück weit exemplarisch weitere Grenzerkundungen möglich.
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Publikation von Beiträgen der Summerschool 2016 erschienen

Katharina Karl / Christian Uhrig
Zeit und Geist
Spirituelle und theologische Impulse zum Umgang mit der Zeit

Aschendorff-Verlag, Münster 2017

Über Zeit, von der es heute nie genug gibt, wird viel geredet. Zeit ist kostbar, auch und gerade im Bereich der Pastoral. Anforderungen durch die Umgestaltung pastoraler und schulischer Räume und Ausdifferenzierung des Arbeitens erfordern eine Anpassung des Zeitmanagements. Oft stellt sich die Frage: Manage ich meine Zeit oder managt die Zeit mich? Was haben Schnelllebigkeit, wandelndes Zeitempfinden, Gegenwartsschrumpfung, Zeitdruck und gleichzeitig steigende Wertschätzung für Freizeit für eine spirituelle Lebensgestaltung zu sagen? Spiritualität wird als Ressource (wieder) entdeckt und mehr und mehr zum Bedürfnis vieler Zeitgenossen. Vier thematische Säulen: Spiritualität christlicher Existenz, franziskanische Spiritualität, Heil & Spiritualität und Dialog der Religionen & Spiritualität kommen dabei zum Tragen. Theologisch fundiert werden im vorliegenden Band Zugänge zum Umgang mit der Zeit in Alltag und Beruf und zur Gestaltung von Spiritualität vor dem Zeithintergrund der Gegenwart eröffnet.

Umweltministerin Christina Schulze Föcking zu Gast bei IUNCTUS

Bruder Bernd Beermann (Fachbereich – Ökologie und Spiritualität) und Markus Warode (Fachbereich – Management, Führung und Spiritualität) haben die frischgebackene Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Frau Christina Schulze Föcking MdL im Klostergarten begrüßen dürfen. Dabei stellte Bruder Bernd zunächst die Struktur, die Historie und das Konzept des Gartens vor. Daran angeknüpft, wurde die vernetzende Zusammenarbeit zwischen dem Kloster und IUNCTUS, dem Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität an der PTH Münster, hervorgehoben. „Es ist unabdingbar ein Nachhaltigkeitskonzept zu leben, das ökologische, wirtschaftliche und soziale Perspektiven miteinander verbindet. Entscheidend ist eine Haltung des Einzelnen, die das gesamte System in den Blick nimmt, stellten die drei Gesprächspartner unisono fest.

Villa-Abend zu Missionarinnen in Lateinamerika

Der Villa-Abend an der PTH am 6. Juli 2017 widmete sich Missionarinnen in Lateinamerika. Prof. Dr. Margit Eckholt, Professorin für Dogmatik mit Fundamentaltheologie am Institut für Katholische Theologie an der Universität Osnabrück und Vorsitzende von ICALA – Stipendienwerk Lateinamerika-Deutschland e.V. und AGENDA-Forum katholischer Theologinnen e.V., ging in ihrem Vortrag mit anschließendem Gespräch auf den missionarischen Aufbruch deutscher, französischer und italienischer Frauenkongregationen nach Lateinamerika im 19. und 20. Jahrhundert ein und stellte die Frage nach dem Verständnis von Mission – damals und heute.
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Forschung im IUNCTUS nimmt Fahrt auf!
Fragebogenerhebung zu spirituellem Verhalten

IUNCTUS – das Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster – entwickelt derzeit seinen Forschungsbereich weiter. Themenschwerpunkt ist die Christliche Spiritualität in grundlegender und interdisziplinärer Auseinandersetzung mit persönlichen und gesellschaftlichen Lebensfragen. Zur Verstärkung des Forschungsteams konnte IUNCTUS-Direktor Pater Thomas Dienberg die Kooperation mit Prof. Dr. Arndt Büssing von der Universität Witten / Herdecke und Prof. Dr. Stefan Schlatt vom Universitätsklinikum Münster bekanntgeben.
Ein erstes Projekt liegt in einer Fragebogenerhebung zu geistlich/ spirituell-religiösen Haltungen und Verhaltensweisen in Beziehung zur persönlichen Lebensqualität. Diese Erhebung dient dazu Forschungsfragen im Schwerpunktthema „Christliche Spiritualität im Lebens- und Arbeitskontext“ zu konkretisieren und zu identifizieren. Die inhaltliche Entwicklung des Fragebogens fußt auf der Arbeit des IUNCTUS-Vorgängers Institut für Kirche, Management und Spiritualität. Konkret gilt es Spiritualität als Ressource in persönlichen und beruflichen Lebenskontexten zu untersuchen. Beispiele für die Fragebogenitems sind: „Mein Glaube ist mir Orientierung im Leben“, „Meine ethischen und religiösen Überzeugungen prägen mein Handeln“, „Mein Glaube/ meine Spiritualität gibt mir Sinn“. Der Fragebogenteil zur „Spiritualität“ ist eingebettet in etablierte Fragenblöcke zur allgemeinen Messung von Lebensqualität.
Aktuell ist ein Rücklauf von 418 Fragebögen zu verzeichnen. Auf Basis der Ergebnisse aus der schriftlichen Erhebung sollen qualitative Interviews mit Ordensmitgliedern und Privatpersonen aus verschiedenen Organisationen folgen. Um den Aspekt der Franziskanischen Spiritualität zu betonen, sind bereits mehrere Interviews mit Mitgliedern aus verschiedenen Franziskanischen Orden geführt worden. Erste Veröffentlichungen und Präsentation erster Ergebnisse sind zeitnah geplant.

Markus Warode und Mareike Gerundt von IUNCTUS – Institut für christliche Spiritualität veröffentlichen einen Artikel zur spirituellen Selbstreflexion im Magazin ChrisCare

Die spirituelle Selbstreflexion ist Voraussetzung für die erforderliche persönliche Haltung und bildet einen wichtigen Bestandteil zur Bewältigung neuer Herausforderungen. Selbstreflexion und die notwendige Konzentration auf das eigene Selbst stellt einen kontinuierlichen Prozess dar, der gepflegt werden will, und erfordert ein hohes Maß an eigener Bereitschaft. Aber die Mühe lohnt, um heutige und zukünftige fachliche und soziale Belastungen bewältigen zu können.
Für telefonische Anfragen zur Selbstführung mit christlicher Spiritualität sowie zu Identitäts- und Rollenkonflikten in Führungspositionen stehen die Autoren unter 0251/ 9829490 gerne zur Verfügung.

Große Resonanz bei Vorlesung zur Franziskanischen Spiritualität

Auch das zweite Semester des Vorlesungszyklus zur franziskanisch-klarianischen Spiritualität von Dr. Martina Kreidler-Kos und Dr. Niklaus Kuster, das der Ökologie und Schöpfungsmystik gewidmet war,
ist inhaltlich spannend und von der Vorlesungsdynamik her dialogisch engagiert verlaufen.
Die Teilnehmergruppe war breit gemischt und brachte einen breiten Erfahrungshintergrund mit ein:
von pastoralen Brüdern über kontemplative Schwestern, von Gemeindeleiterin über Sozialwissenschaftler bis zur Spitalseelsorgerin, konfessionell gemischt und geografisch breit gestreut. Sogar Teilnehmer aus Koblenz, Luxemburg und Frankfurt waren extra angereist, was das besondere Angebot der PTH in diesem Bereich mit seiner spezifisch franziskanischen Fokussierung der Thematik eindrucksvoll unterstreicht.
Prof. Dr. rer. pol. Harald Bolsinger (Dekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaften an der FHWS Würzburg), Dipl.-Soz.Wiss., Dipl.-Arb.Wiss. Markus Warode (IUNCTUS-Fachbereichsleiter Management, Führung und Spiritualität, Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) und Univ.-Prof. Dr. med. Arndt Büssing (Professur für Lebensqualität, Spiritualität und Coping, Universität Witten/Herdecke)
Ethical Leadership: Christliche Spiritualität in der Managementpraxis

Auf Einladung und unter Moderation des IUNCTUS - Kompetenzzentrums für Christliche Spiritualität trafen sich Dipl.-Soz.Wiss., Dipl.-Arb.Wiss. Markus Warode, Professor Dr. med. Arndt Büssing und Professor Dr. Harald Bolsinger im Kapuzinerkloster in Münster, um Möglichkeiten eines gemeinsamen interdisziplinären Forschungsprojekts zu Spiritualität in der Managementpraxis zu bewegen. Welche Ressourcen stellen das christliche Menschenbild und christliche Spiritualität für die anspruchsvolle Führungspraxis zur Verfügung? Aus welchem spezifischen Werteportfolio schöpfen Führungskräfte mit christlicher Prägung in Wirtschaft, Politik und Medizin? Welche besonderen Coping-Strategien sind in Krisenkontexten beobachtbar?

Diese und weitere Fragen sollen in einer gemeinsamen Führungskräftebefragung beleuchtet werden. Zielgruppe sind Führungskräfte aus verschiedenen Branchen und Disziplinen. Bei einem ersten gemeinsamen Treffen in Münster finalisierten die drei Wissenschaftler einen Basisfragebogen (Befragung Führungsverhalten), der zunächst einem Pretest (einer Qualitätsverbesserung von Erhebungsinstrumenten) unterzogen wird. Arndt Büssing erklärt: „Vielfältige Rückmeldungen sind nötig, um eine interdisziplinär nutzbringende Studie gestalten zu können.“ Markus Warode als Initiator lädt ein, „sich als Wissenschaftler und / oder Führungskraft aus der Praxis mit Interesse an christlicher Spiritualität aktiv einzubringen. Es braucht die Qualität aus der interdisziplinären Herangehensweise und praxisorientierter Erfahrungen.“

Zum nächsten Projekttreffen zur Verständigung über Optionen einer gemeinschaftlichen interdisziplinären Querschnittsstudie lädt der Würzburger Wirtschaftsethiker Harald Bolsinger am 16. Oktober 2017 von 13-16 Uhr an die FHWS nach Würzburg ein. Interessenten melden sich direkt hier an.
Bis Ende Mai 2017 haben 400 Personen (auch Ordensleute) an der Befragung („Fragebogentest“) von IUNCTUS – Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität zu den Themenbereichen Spiritualität, Wahrnehmung des Heiligen und geistliche Trockenheit teilgenommen.
Hierzu begleitend, werden vertiefende qualitative Interviews mit Ordensleuten durchgeführt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Fachbereichs Geschichte und Theologie der Spiritualität von IUNCTUS unter Wissenschaftliche Projekte

>> Wenn Sie den Fragebogen ausfüllen möchten, folgen Sie bitte diesem Link: Fragebogen
>> Wenn Sie an einem qualitativen Interview teilnehmen möchte, können Sie sich gerne mit Prof. Dr. Arndt Büssing (Tel.: 02330-623246; Email: arndt.buessing@uni-wh.de) in Verbindung setzen.

Villa-Abend zu den Erscheinungen von Fatima

„Wer glaubt, die prophetische Mission Fatimas sei vorüber, der irrt“, sagte Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch 2010 in Fatima. Dort erschien 1917 die Gottesmutter Maria drei Hirtenkindern und offenbarte ihnen die Botschaft von Sühne, Opfer und Gebet. Seitdem sind 500 Millionen Menschen nach Fatima gepilgert, um an dem Ort, wo Himmel und Erde sich berührten, dem Wunder nachzuspüren und Hilfe und Ermutigung für das eigene Leben zu erfahren. 100 Jahre nach den Ereignissen von damals fragte Dr. Christian Stadtmüller, Vikar in der Dompfarrei in Würzburg, geistlicher Religionslehrer an der Maria-Ward-Schule und Diözesanleiter des Fatimaweltapostolates Würzburg, im Rahmen eines Villa-Abends am 22. Mai 2017 nach ihrer Wirkungsgeschichte und diskutierte mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Aktualität der Botschaft für heute.
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Rektorat der PTH im Amt bestätigt

Der Hochschulkonvent der PTH hat in seiner Sitzung am 18. Mai 2017 das Rektorat der PTH im Amt bestätigt. Prof. P. Dr. Ludger Ägidius Schulte OFMCap wurde für weitere drei Jahre zum Rektor, Prof. P. Dr. Ulrich Engel OP zum Prorektor der PTH gewählt.

PTH macht Schule – Neues Angebot für Schülerinnen und Schüler an der PTH erfolgreich gestartet

"Tolles Angebot" – so war der Tenor am Ende des ersten Studiennachmittags für Schülerinnen und Schüler zur Vorbereitung auf das Zentralabitur am 15. Mai 2017. 60 Schülerinnen und Schüler von Berufskollegs aus Münster und dem Münsterland nutzten dieses neue Angebot, um sich schon ein Jahr vor ihrer Abiturprüfung in vertiefter Weise mit dem Thema "Tod und Auferstehung Jesu und die Bedeutung für den christlichen Glauben" auseinanderzusetzen. Nach einem einleitenden Vortrag von PD Dr. Thomas Möllenbeck in die Thematik arbeiteten die Schülerinnen und Schüler anhand von abiturrelevanten Texten in Gruppen weiter. Dabei wurden sie von Studierenden der PTH begleitet und unterstützt. So entstand ein lebendiger Austausch, bei der die Schülerinnen und Schüler auch einen Einblick in die besondere Atmosphäre der PTH erhielten und die Hochschule erleben konnten. Bei herrlichem Sonnenwetter klang die Veranstaltung mit Quiche und Getränken im Garten der PTH aus. "Ich komme im nächsten Jahr mit meinen Schülerinnen und Schülern gerne wieder" – so eine Lehrerin am Ende des Tages.
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Erster Villa-Abend im Sommersemester 2017 an der PTH

Unter dem Titel "Der Islam, die Moderne und der Knackpunkt der Freiheit – ein Dialog" fand am 4. Mai 2017 der erste Villa-Abend im Sommersemester 2017 statt.
Die individuelle Freiheit wird gerne als ein zentrales Merkmal der Moderne und der westlichen „offenen“ Gesellschaften angeführt. Dieses Selbstbild westlicher Modernität dient häufig als Maßstab zur Beurteilung anderer Gesellschaften. Muslimisch geprägte Länder kommen dabei regelmäßig schlecht weg. Doch wenn wir näher hinschauen, dann sind die Freiheit, die Moderne und der Islam doch wesentlich differenzierter zu betrachten: Alle drei Begriffe haben ihre Licht- und Schattenseiten, die sich in ihren jeweiligen Konstellationen wiederspiegeln. Um dieser Vielschichtigkeit auf die Spur zu kommen traten der Schriftsteller, Journalist und Übersetzer Rachid Boutayeb sowie Markus Kneer, Lehrbeauftragter für Islamwissenschaft an der PTH Münster, in den Dialog über das Buch ‚Freiheit oder Befreiung‘ (Klaus-Schwarz-Verlag) des Begründers der modernen marokkanischen Philosophie, Mohamed Aziz Lahbabi, ein. Letzterer plädiert in Auseinandersetzung mit der Moderne für einen anderen Zentralbegriff: den der Befreiung. Der Abend macht deutlich, dass Lahbabis Ansatz bis heute nichts an Aktualität verloren hat.
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ÖFFENTLICHE ABENDVORLESUNG ZUR THEOLOGIE DER SPIRITUALITÄT IM SS 2017 GESTARTET

Am 24. April 2017 startete die Öffentliche Abendvorlesung zur Theologie der Spiritualität. Prof. Dr. Stephan Winter erschließt in seiner Veranstaltung "Tut dies zu meinem Gedächtnis" - die Feier der Eucharistie als 'Quellort' christlicher Spiritualität Sinn- und Feiergestalt der Eucharistiefeier anhand von ausgewählten Quellen aus Geschichte und Gegenwart diachron und synchron, wobei auch ökumenisch motivierte "Seitenblicke" auf andere christliche Traditionsstränge einzubeziehen sind.
Der Fokus liegt darauf, das rituelle Geschehen der Eucharistie auf seine grundlegenden Kommunikationshandlungen hin transparent zu machen.
Die Vorlesung findet montags um 19:30 Uhr an folgenden weiteren Terminen statt: 29.05., 19.06., 26.06. und ein weiteres Mal nach Absprache mit den Hörerinnen und Hörern.

Unter dem Titel "Christentum, das in die Tiefe geht: Aufgabe, Funktion und Wirken der Bettelorden" hielt Prof. Dr. Klaus-Bernward Springer am 20. April 2017 seine Antrittsvorlesung als Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte.

Aufgabe der Kirchen- und Ordensgeschichte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner ist es u.a., sich historisch-kritisch evaluierend mit der Geschichte, der Theologie und Seelsorge, wie der Spiritualität der Bettelorden auseinanderzusetzen. In der Vorlesung wurden wichtige Aspekte der Bedeutung, der Initiativen und Leistungen der Mendikanten in den verschieden Epochen thematisiert und gewürdigt.

Prof. Dr. Klaus-Bernward Springer gibt neuen Band zur Geschichte des Dominikanerordens in Deutschland heraus

Sabine von Heusinger / Elias H. Füllenbach OP / Walter Senner OP / Klaus-Bernward Springer
Die deutschen Dominikaner und Dominikanerinnen im Mittelalter
De Gruyter-Verlag, Berlin 2016

Der Dominikanerorden kann als mittelalterlicher Leitorden in Bezug auf Verfassung, Studium
und Seelsorge verstanden werden. Anlässlich des 800jährigen Jubiläums versammelt der Band aktuelle interdisziplinäre Beiträge zur mittelalterlichen Geschichte des männlichen und weiblichen Ordenszweigs im deutschen Sprachraum zu Fragen nach Innovation und Tradition, Wissen als Macht oder dem Eigenen und dem Fremden.

Das Inhaltsverzeichnis finden Sie hier (102 kB) .

Neue Publikation von Prof. Dr. Ulrich Engel erschienen

Ulrich Engel
Politische Theologie "nach" der Postmoderne
Geistergespräche mit Derrida & Co.

Gründewald-Verlag, Ostfildern 1. Auflage 2016, 3. Auflage 2017

Die von Johann B. Metz konstatierte »Gotteskrise« betrifft nicht nur die Theologie, sie stellt radikal die universalen Grundlagen unseres Zusammenlebens in Frage: die Verantwortung dem bzw. den anderen und Fremden gegenüber. Wo der überlieferte starke Grund nicht länger trägt und Krisenerfahrungen das menschliche Handeln bestimmen, ist nach neuen Begründungen unserer Hoffnung zu fragen.
Ulrich Engel macht deshalb die philosophische Dekonstruktion der Postmoderne für den politisch-theologischen Diskurs fruchtbar. Seine Reflexionen setzen an bei den Erfahrungen des Nichtidentischen, des Bruchs, der Leerstelle. Im Gespräch mit Denkern wie G. Agamben, M. de Certeau, J. Derrida oder J.-L. Nancy erprobt er ein anderes, theologisch-schwaches Denken des Politischen.

IUNCTUS stellt sich vor!
Christliche Identität mit praktischem Handeln verbunden

Was zeichnet IUNCTUS aus? Was bietet IUNCTUS an? Welche Personen geben IUNCTUS ein Gesicht? Erfahren Sie mehr über das neue Institut der PTH Münster.

Die aktuelle Broschüre zum IUNCTUS – Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität können Sie hier (3 MB) downloaden.

"Alles wirkliche Leben ist Begegnung" (Martin Buber)

Am 19. Januar 2017 fand der erste Villa-Abend im Jahr 2017 statt. Bernd Aretz, Historiker und Theologe, Chefredakteur für die theologische Fachzeitschrift "Das Prisma", führte informativ und inspirierend zu Martin Buber, einer der herausragenden Persönlichkeiten des deutschsprachigen Judentums, hin. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in sein bewegtes Leben und wichtige Stationen – von Wien nach Galizien über Deutschland nach Jerusalem. Da, wo die echte Begegnung zwischen Menschen stattfindet, ist für Martin Buber auch der Raum Gottes, da errichtet Gott seine Wohnung, da ereignet sich die Schechina, die Gottesgegenwart unter den Menschen, so Aretz.
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Glauben Denken Leben

In völlig neuem Design und inhaltlich neu konzipiert erschien anlässlich des Dies academicus unter dem Titel Glauben Denken Leben der Hochschulbericht der PTH. Er informiert über die vielfältigen Tätigkeiten und Veranstaltungen der PTH im Studienjahr 2015/16 und dokumentiert die wichtigen Schritte, die die PTH und ihre Dozierenden für die Schärfung des spiritualitätstheologischen Profils der Hochschule gesetzt haben. Der Hochschulbericht gibt so Einblick in das Leben der Hochschule und macht Lust auf ein Studium an der PTH. Stöbern Sie hier (6.3 MB) .

Dies academicus der PTH

Am 8. Dezember 2016 erlebte die PTH Münster einen weiteren spannenden Dies academicus. Der Studientag widmete sich in diesem Jahr dem Thema „Evangelisation und Spiritualität“. In welchem Verhältnis steht die Verkündigung des Evangeliums, die Weitergabe des Glaubens zu dem, was wir Spiritualität nennen?
Eine solide Grundlegung mit ökumenischem Horizont bot zum Ausgangspunkt Prof. Dr. Johannes Zimmermann, Universität Greifswald, der aus lutherischer Perspektive Spiritualität als Grundlage, Mittel und Ziel von Evangelisation skizzierte. Bei seiner Feststellung, dass auch die Christuserkenntnis nicht dem freien Willen des Menschen entspringe, sondern ein Schöpferakt Gottes sei, wurde der protestantische Akzent deutlich.
Elisabeth Neuhaus berichtete über praktische Erfahrungen aus dem Bistum Dresden-Meißen. Das vor dem Hintergrund der DDR-Vergangenheit zu verstehende Kirchenmodell, so lange wie möglich am Bewährten festzuhalten, wird konfrontiert mit dem Bestreben, eine Versorgung im Mangel gewährleisten zu können, aber auch mit einem Modell der Umorientierung, das neue, unbekannte Wege betreten möchte. Konflikte bleiben dabei nicht aus. Am Ende stand eine geistliche Vision: Es gilt Räume der Freiheit zu eröffnen. Nicht auf das Was, sondern das Wie eines demütigen, beziehungsgestützten Glaubens kommt es an, vgl. Mt 9,29: „Wie ihr geglaubt habt, so soll euch geschehen“.
In einem packenden Vortrag „Jenseits von Dogma und Moral? Evangelisierung in postsäkularen Kontexten“ analysierte Prof. Dr. Hans-Joachim Höhn, Universität zu Köln, mit intellektueller Brillanz Phänomene zeitgenössischer Religiosität zwischen Säkularisierungsresistenz und mangelnder Modernitätskompatibilität. Ob Kirche, wenn sie sich allzu sehr auf die Megatrends von Individualisierung, Ästhetisierung und Erlebnisorientierung einlässt, nicht den Zumutungen des Evangeliums ausweicht – fragte sich Höhn am Ende in ehrlichem Selbstzweifel.
Unter dem Titel „Geht doch! Evangelisation zwischen gefühltem Mangel und neuem Reichtum“ entfaltete Dr. Christian Hennecke (Bistum Hildesheim) in vielen Facetten und Beispielen, dass es den Blick nicht auf die Defizite, sondern das „Gottvolle“ zu richten gilt. Dabei kommt es auf jeden Einzelnen an, denn „Priester haben die Kirche noch nie erneuert“.
Für den öffentlichen Vortrag am Abend ging die Hochschule im Rahmen des Actus academicus ein Wagnis ein. Dr. Johannes Hartl, Gründer des Gebetshauses Augsburg hielt einen bewusst unakademischen, charismatischen Vortrag zum „Geheimnis wahrer Effektivität. Fruchtbares Christsein im 21. Jahrhundert“, der dem europäischen Christentum seine müde Fruchtlosigkeit vorhielt. Dass Hartl die Provokation gelang, zeigte sich an den konträren Reaktionen zwischen begeisterter Zustimmung und beklommenem Kopfschütteln.
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Klaus-Bernward Springer zum Professor ernannt

Im Rahmen des Actus academicus wurde Klaus-Bernward Springer zum Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der PTH ernannt. Aus der Hand von Br. Marinus Patziger OFMCap, dem Generalmoderator der PTH, erhielt er seine Ernennungsurkunde.

Erster Villa-Abend im Wintersemester 2016/17

Der erste Villa-Abend im WS 2016/17 widmete sich am 23. November 2016 in einer Annäherung an Lesung, Vortrag und Gespräch dem Verhältnis von Poesie und Spiritualität. Unter dem Titel "nach oben offen" – Poesie und Spiritualität lasen Lisa F. Oesterheld (Pastoralreferentin für Exerzitien und Spiritualität/Lyrikerin) und Michael Oesterheld (Coach, Vor-Leser).
Sowohl Poesie als auch Spiritualität feiern ein Comeback. Poetry Slams, Autorenforen und Lyrikreihen in Kulturredaktionen sind im Kommen. Die Bandbreite spiritueller Angebote von Lebenshilfe bis zu existentieller Suche hat Ähnliches zu bieten. Mehr als eine Mode?
Welche Geheimnisse, die uns die Tiefe und Schönheit des Lebens aufschließen, in Poesie stecken...
Was Poesie für den Autor, die Autorin – und für die Lesenden/Hörenden voraussetzt...
Wie sich Poesie und Spiritualität befruchten...
All diese Aspekte wurden in einem persönlich-beruflichen Zugang, einer Lesung aus Lisa F. Oesterhelds Gedichtband „Gottesschimmer“ (Echter Verlag 2016, Nachwort P. Dr. Ludger Schulte Cap), sowie einem Kurzvortrag in den Resonanzraum der beeindruckten Zuhörerschaft gestellt – als Einladung zum Lauschen, zum Echo und Gespräch.
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Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Katharina Karl

Ganz in der Linie des Profils der PTH stand das Verhältnis christlicher Spiritualität(en) und Pastoraltheologie im Fokus der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Katharina Karl am 24. Oktober 2016 im Prokursaal des Kapuzinerklosters in Münster. „Glaubenswelten. Christliche Spiritualitäten im Blick der Pastoraltheologie“, so lautete der Titel. Katharina Karl entwarf mit dem Konzept der Glaubenswelten einen Zugang, der Formen christlicher Spiritualität im Zuge der Indivdualisierung und Pluralisierung zu erfassen sucht.
Durch die Perspektive der Anteilnahme wird eine Option für eine Forschungsperspektive getroffen, durch die der Forscher sich des Gegenstands in empathischer Art und Weise annimmt und so seiner sozialen und geistigen Verantwortung gerecht werden will. Die Glaubenswelt ist gekennzeichnet durch Weltlichkeit und Lebensweltlichkeit des Glaubens sowie der Biografisierung von Spiritualität. Eine Pastoral der Glaubenswelt unter der Leitperspektive der Mystagogie nimmt Glaubensstile, religiöse Praxis und Entwicklungsprozesse von Individuen und Gruppen in den Blick und sucht so, der Geistesgegenwart in Allem auf den Grund zu gehen.
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Öffentliche Abendvorlesung zur Theologie der Spiritualität im WS 2016/17 gestartet

Am 17. Oktober 2016 startete die Öffentliche Abendvorlesung zur Theologie der Spiritualität an der PTH. Unter dem Titel "Lebenskonzept Christsein. Spätantike Traditionen als Quelle geistlichen Lebens heute?" beleuchtet Dr. Christian Uhrig das Lebenskonzept von Christen in der Spätantike und fragt nach Inspirationen für das eigene geistliche Leben, die sich daraus ergeben.
Die Öffentliche Abendvorlesung findet bis Ende Januar immer montags von 19:30 bis 21 Uhr statt.
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