Willkommen auf den Seiten der PTH Münster

Ihr Browser kann kein Flash darstellen.

  • Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Klaus-Bernward Springer
  • Villa-Abend mit Bernd Aretz
  • Die PTH begeht ihren Dies academicus
  • Klaus-Bernward Springer zum Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte ernannt

Die PTH lädt ein zur Öffentlichen Abendvorlesung zur Theologie der Spiritualität

Auch im Sommersemester 2017 lädt die PTH wieder zu einer Öffentlichen Abendvorlesung zur Theologie der Spiritualität ein.
Prof. Dr. Stephan Winter erschließt in seiner Veranstaltung "Tut dies zu meinem Gedächtnis" - die Feier der Eucharistie als 'Quellort' christlicher Spiritualität Sinn- und Feiergestalt der Eucharistiefeier anhand von ausgewählten Quellen aus Geschichte und Gegenwart diachron und synchron, wobei auch ökumenisch motivierte "Seitenblicke" auf andere christliche Traditionsstränge einzubeziehen sind.
Der Fokus liegt darauf, das rituelle Geschehen der Eucharistie auf seine grundlegenden Kommunikationshandlungen hin transparent zu machen.
Die Vorlesung findet montags um 19:30 Uhr an folgenden Terminen statt: 24.04., 29.05., 19.06., 26.06. und ein weiteres Mal nach Absprache mit den Hörerinnen und Hörern.

Zu weiteren aktuellen Veranstaltungen der PTH gelangen Sie hier.

Unter dem Titel "Christentum, das in die Tiefe geht: Aufgabe, Funktion und Wirken der Bettelorden" hielt Prof. Dr. Klaus-Bernward Springer am 20. April 2017 seine Antrittsvorlesung als Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte.

Aufgabe der Kirchen- und Ordensgeschichte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner ist es u.a., sich historisch-kritisch evaluierend mit der Geschichte, der Theologie und Seelsorge, wie der Spiritualität der Bettelorden auseinanderzusetzen. In der Vorlesung wurden wichtige Aspekte der Bedeutung, der Initiativen und Leistungen der Mendikanten in den verschieden Epochen thematisiert und gewürdigt.

Prof. Dr. Klaus-Bernward Springer gibt neuen Band zur Geschichte des Dominikanerordens in Deutschland heraus

Sabine von Heusinger / Elias H. Füllenbach OP / Walter Senner OP / Klaus-Bernward Springer
Die deutschen Dominikaner und Dominikanerinnen im Mittelalter
De Gruyter-Verlag, Berlin 2016

Der Dominikanerorden kann als mittelalterlicher Leitorden in Bezug auf Verfassung, Studium
und Seelsorge verstanden werden. Anlässlich des 800jährigen Jubiläums versammelt der Band aktuelle interdisziplinäre Beiträge zur mittelalterlichen Geschichte des männlichen und weiblichen Ordenszweigs im deutschen Sprachraum zu Fragen nach Innovation und Tradition, Wissen als Macht oder dem Eigenen und dem Fremden.

Das Inhaltsverzeichnis finden Sie hier (102 kB) .

Neue Publikation von Prof. Dr. Ulrich Engel erschienen

Ulrich Engel
Politische Theologie "nach" der Postmoderne
Geistergespräche mit Derrida & Co.

Gründewald-Verlag, Ostfildern 1. Auflage 2016, 3. Auflage 2017

Die von Johann B. Metz konstatierte »Gotteskrise« betrifft nicht nur die Theologie, sie stellt radikal die universalen Grundlagen unseres Zusammenlebens in Frage: die Verantwortung dem bzw. den anderen und Fremden gegenüber. Wo der überlieferte starke Grund nicht länger trägt und Krisenerfahrungen das menschliche Handeln bestimmen, ist nach neuen Begründungen unserer Hoffnung zu fragen.
Ulrich Engel macht deshalb die philosophische Dekonstruktion der Postmoderne für den politisch-theologischen Diskurs fruchtbar. Seine Reflexionen setzen an bei den Erfahrungen des Nichtidentischen, des Bruchs, der Leerstelle. Im Gespräch mit Denkern wie G. Agamben, M. de Certeau, J. Derrida oder J.-L. Nancy erprobt er ein anderes, theologisch-schwaches Denken des Politischen.

IUNCTUS stellt sich vor!
Christliche Identität mit praktischem Handeln verbunden

Was zeichnet IUNCTUS aus? Was bietet IUNCTUS an? Welche Personen geben IUNCTUS ein Gesicht? Erfahren Sie mehr über das neue Institut der PTH Münster.

Die aktuelle Broschüre zum IUNCTUS – Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität können Sie hier (3 MB) downloaden.

"Alles wirkliche Leben ist Begegnung" (Martin Buber)

Am 19. Januar 2017 fand der erste Villa-Abend im Jahr 2017 statt. Bernd Aretz, Historiker und Theologe, Chefredakteur für die theologische Fachzeitschrift "Das Prisma", führte informativ und inspirierend zu Martin Buber, einer der herausragenden Persönlichkeiten des deutschsprachigen Judentums, hin. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in sein bewegtes Leben und wichtige Stationen – von Wien nach Galizien über Deutschland nach Jerusalem. Da, wo die echte Begegnung zwischen Menschen stattfindet, ist für Martin Buber auch der Raum Gottes, da errichtet Gott seine Wohnung, da ereignet sich die Schechina, die Gottesgegenwart unter den Menschen, so Aretz.
  • Bild 1/19
  • Bild 2/19
  • Bild 3/19
  • Bild 4/19
  • Bild 5/19
  • Bild 6/19
  • Bild 7/19
  • Bild 8/19
  • Bild 9/19
  • Bild 10/19
  • Bild 11/19
  • Bild 12/19
  • Bild 13/19
  • Bild 14/19
  • Bild 15/19
  • Bild 16/19
  • Bild 17/19
  • Bild 18/19
  • Bild 19/19

Glauben Denken Leben

In völlig neuem Design und inhaltlich neu konzipiert erschien anlässlich des Dies academicus unter dem Titel Glauben Denken Leben der Hochschulbericht der PTH. Er informiert über die vielfältigen Tätigkeiten und Veranstaltungen der PTH im Studienjahr 2015/16 und dokumentiert die wichtigen Schritte, die die PTH und ihre Dozierenden für die Schärfung des spiritualitätstheologischen Profils der Hochschule gesetzt haben. Der Hochschulbericht gibt so Einblick in das Leben der Hochschule und macht Lust auf ein Studium an der PTH. Stöbern Sie hier (6.3 MB) .

Dies academicus der PTH

Am 8. Dezember 2016 erlebte die PTH Münster einen weiteren spannenden Dies academicus. Der Studientag widmete sich in diesem Jahr dem Thema „Evangelisation und Spiritualität“. In welchem Verhältnis steht die Verkündigung des Evangeliums, die Weitergabe des Glaubens zu dem, was wir Spiritualität nennen?
Eine solide Grundlegung mit ökumenischem Horizont bot zum Ausgangspunkt Prof. Dr. Johannes Zimmermann, Universität Greifswald, der aus lutherischer Perspektive Spiritualität als Grundlage, Mittel und Ziel von Evangelisation skizzierte. Bei seiner Feststellung, dass auch die Christuserkenntnis nicht dem freien Willen des Menschen entspringe, sondern ein Schöpferakt Gottes sei, wurde der protestantische Akzent deutlich.
Elisabeth Neuhaus berichtete über praktische Erfahrungen aus dem Bistum Dresden-Meißen. Das vor dem Hintergrund der DDR-Vergangenheit zu verstehende Kirchenmodell, so lange wie möglich am Bewährten festzuhalten, wird konfrontiert mit dem Bestreben, eine Versorgung im Mangel gewährleisten zu können, aber auch mit einem Modell der Umorientierung, das neue, unbekannte Wege betreten möchte. Konflikte bleiben dabei nicht aus. Am Ende stand eine geistliche Vision: Es gilt Räume der Freiheit zu eröffnen. Nicht auf das Was, sondern das Wie eines demütigen, beziehungsgestützten Glaubens kommt es an, vgl. Mt 9,29: „Wie ihr geglaubt habt, so soll euch geschehen“.
In einem packenden Vortrag „Jenseits von Dogma und Moral? Evangelisierung in postsäkularen Kontexten“ analysierte Prof. Dr. Hans-Joachim Höhn, Universität zu Köln, mit intellektueller Brillanz Phänomene zeitgenössischer Religiosität zwischen Säkularisierungsresistenz und mangelnder Modernitätskompatibilität. Ob Kirche, wenn sie sich allzu sehr auf die Megatrends von Individualisierung, Ästhetisierung und Erlebnisorientierung einlässt, nicht den Zumutungen des Evangeliums ausweicht – fragte sich Höhn am Ende in ehrlichem Selbstzweifel.
Unter dem Titel „Geht doch! Evangelisation zwischen gefühltem Mangel und neuem Reichtum“ entfaltete Dr. Christian Hennecke (Bistum Hildesheim) in vielen Facetten und Beispielen, dass es den Blick nicht auf die Defizite, sondern das „Gottvolle“ zu richten gilt. Dabei kommt es auf jeden Einzelnen an, denn „Priester haben die Kirche noch nie erneuert“.
Für den öffentlichen Vortrag am Abend ging die Hochschule im Rahmen des Actus academicus ein Wagnis ein. Dr. Johannes Hartl, Gründer des Gebetshauses Augsburg hielt einen bewusst unakademischen, charismatischen Vortrag zum „Geheimnis wahrer Effektivität. Fruchtbares Christsein im 21. Jahrhundert“, der dem europäischen Christentum seine müde Fruchtlosigkeit vorhielt. Dass Hartl die Provokation gelang, zeigte sich an den konträren Reaktionen zwischen begeisterter Zustimmung und beklommenem Kopfschütteln.
Nähere Informationen zu den einzelnen Vorträgen finden Sie hier.
  • Bild 1/29
  • Bild 2/29
  • Bild 3/29
  • Bild 4/29
  • Bild 5/29
  • Bild 6/29
  • Bild 7/29
  • Bild 8/29
  • Bild 9/29
  • Bild 10/29
  • Bild 11/29
  • Bild 12/29
  • Bild 13/29
  • Bild 14/29
  • Bild 15/29
  • Bild 16/29
  • Bild 17/29
  • Bild 18/29
  • Bild 19/29
  • Bild 20/29
  • Bild 21/29
  • Bild 22/29
  • Bild 23/29
  • Bild 24/29
  • Bild 25/29
  • Bild 26/29
  • Bild 27/29
  • Bild 28/29
  • Bild 29/29

Klaus-Bernward Springer zum Professor ernannt

Im Rahmen des Actus academicus wurde Klaus-Bernward Springer zum Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der PTH ernannt. Aus der Hand von Br. Marinus Patziger OFMCap, dem Generalmoderator der PTH, erhielt er seine Ernennungsurkunde.

Erster Villa-Abend im Wintersemester 2016/17

Der erste Villa-Abend im WS 2016/17 widmete sich am 23. November 2016 in einer Annäherung an Lesung, Vortrag und Gespräch dem Verhältnis von Poesie und Spiritualität. Unter dem Titel "nach oben offen" – Poesie und Spiritualität lasen Lisa F. Oesterheld (Pastoralreferentin für Exerzitien und Spiritualität/Lyrikerin) und Michael Oesterheld (Coach, Vor-Leser).
Sowohl Poesie als auch Spiritualität feiern ein Comeback. Poetry Slams, Autorenforen und Lyrikreihen in Kulturredaktionen sind im Kommen. Die Bandbreite spiritueller Angebote von Lebenshilfe bis zu existentieller Suche hat Ähnliches zu bieten. Mehr als eine Mode?
Welche Geheimnisse, die uns die Tiefe und Schönheit des Lebens aufschließen, in Poesie stecken...
Was Poesie für den Autor, die Autorin – und für die Lesenden/Hörenden voraussetzt...
Wie sich Poesie und Spiritualität befruchten...
All diese Aspekte wurden in einem persönlich-beruflichen Zugang, einer Lesung aus Lisa F. Oesterhelds Gedichtband „Gottesschimmer“ (Echter Verlag 2016, Nachwort P. Dr. Ludger Schulte Cap), sowie einem Kurzvortrag in den Resonanzraum der beeindruckten Zuhörerschaft gestellt – als Einladung zum Lauschen, zum Echo und Gespräch.
  • Bild 1/14
  • Bild 2/14
  • Bild 3/14
  • Bild 4/14
  • Bild 5/14
  • Bild 6/14
  • Bild 7/14
  • Bild 8/14
  • Bild 9/14
  • Bild 10/14
  • Bild 11/14
  • Bild 12/14
  • Bild 13/14
  • Bild 14/14

Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Katharina Karl

Ganz in der Linie des Profils der PTH stand das Verhältnis christlicher Spiritualität(en) und Pastoraltheologie im Fokus der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Katharina Karl am 24. Oktober 2016 im Prokursaal des Kapuzinerklosters in Münster. „Glaubenswelten. Christliche Spiritualitäten im Blick der Pastoraltheologie“, so lautete der Titel. Katharina Karl entwarf mit dem Konzept der Glaubenswelten einen Zugang, der Formen christlicher Spiritualität im Zuge der Indivdualisierung und Pluralisierung zu erfassen sucht.
Durch die Perspektive der Anteilnahme wird eine Option für eine Forschungsperspektive getroffen, durch die der Forscher sich des Gegenstands in empathischer Art und Weise annimmt und so seiner sozialen und geistigen Verantwortung gerecht werden will. Die Glaubenswelt ist gekennzeichnet durch Weltlichkeit und Lebensweltlichkeit des Glaubens sowie der Biografisierung von Spiritualität. Eine Pastoral der Glaubenswelt unter der Leitperspektive der Mystagogie nimmt Glaubensstile, religiöse Praxis und Entwicklungsprozesse von Individuen und Gruppen in den Blick und sucht so, der Geistesgegenwart in Allem auf den Grund zu gehen.
  • Bild 1/26
  • Bild 2/26
  • Bild 3/26
  • Bild 4/26
  • Bild 5/26
  • Bild 6/26
  • Bild 7/26
  • Bild 8/26
  • Bild 9/26
  • Bild 10/26
  • Bild 11/26
  • Bild 12/26
  • Bild 13/26
  • Bild 14/26
  • Bild 15/26
  • Bild 16/26
  • Bild 17/26
  • Bild 18/26
  • Bild 19/26
  • Bild 20/26
  • Bild 21/26
  • Bild 22/26
  • Bild 23/26
  • Bild 24/26
  • Bild 25/26
  • Bild 26/26

Öffentliche Abendvorlesung zur Theologie der Spiritualität im WS 2016/17 gestartet

Am 17. Oktober 2016 startete die Öffentliche Abendvorlesung zur Theologie der Spiritualität an der PTH. Unter dem Titel "Lebenskonzept Christsein. Spätantike Traditionen als Quelle geistlichen Lebens heute?" beleuchtet Dr. Christian Uhrig das Lebenskonzept von Christen in der Spätantike und fragt nach Inspirationen für das eigene geistliche Leben, die sich daraus ergeben.
Die Öffentliche Abendvorlesung findet bis Ende Januar immer montags von 19:30 bis 21 Uhr statt.

Abschlusssymposium zum Forschungsprojekt „Gemeinschaft und Individualisierung“

Mit einem viertägigen Symposium vom 14.-17. September 2016 beschlossen das Institut M.-Dominique Chenu Berlin und die Philosophisch-Theologische Hochschule der Kapuziner in Münster (PTH) ihr gemeinsames Forschungsprojekt „Gemeinschaft und Individualisierung“.
Eröffnet wurde die Tagung im Don Bosco Haus Wien von Bischof Raúl Vera López OP. Der Dominikaner und Menschenrechtler war laut Spiegel online ein „hochgehandelter Kandidat für den Friedensnobelpreis 2012“. Auf dem Symposium plädierte er für eine Kirche, die sich erneuert und sich auf neue gesellschaftliche Entwicklungen einlässt.
Die 25 Teilnehmerinnen beschäftigten sich mit den drei Themen „Gesellschaft“, „Kirche“ und „Religiöse Orden“ in der Spannung von Individualisierung und Gemeinschaft. Es zeigte sich, dass die gesamtgesellschaftlichen Prozesse von Pluralisierung und Individualisierung auch vor der Kirche und ihren Orden nicht halt machen.
Als „common sense“ wurde die Meinung vertreten, als Kirche kreativ und prophetisch auf die soziologischen Entwicklungen zu antworten. „Wie kann diese Realität theologisches Denken provozieren?“, fragte darum der mexikanische Dominikaner Angel Méndez Montoya.
Bereichert wurde die Tagung durch Exkursionen zum Sozialprojekt „Objekt 19“ der Caritas Wien, zum Stephansdom und durch eine „Mystische Nacht“ am Freitagabend im Kreuzgang des Wiener Dominikanerkonventes. (Text: Tobias Schrots)

Einen ausführlichen Tagungsbericht finden Sie hier (90 kB) .
  • Bild 1/8
  • Bild 2/8
  • Bild 3/8
  • Bild 4/8
  • Bild 5/8
  • Bild 6/8
  • Bild 7/8
  • Bild 8/8

SPIRITUELL UNTER ZEITDRUCK?
ZUM HEILSAMEN UMGANG MIT DER ZEIT

Eine Premiere fand in der letzten Juliwoche in den Räumen der PTH mit 26 Teilnehmern statt: die erste Summerschool mit dem Thema Zeit und Zeitgestaltung. Wie kostbar Zeit kostbar ist, wurde wissenschaftlich und praktisch erwogen. Wie Spiritualität unter Zeitdruck denkbar und möglich ist, wie es denkbar und möglich ist, „jetzzeitig“ zu leben, das waren die Fragen, die in der knapp einwöchigen Summerschool erörtert wurden.
In drei theologischen Hauptvorträgen führten Prof. Dr. P. Michel Plattig , Prof. Dr. P. Thomas Eggensperger OP und Prof. Dr. P. Ulrich Engel OP in spiritualitäts- und ordenstheologische Grundaspekte sowie aktuelle Zeittheorien ein. Den öffentlichen Abendvortrag gestaltete P. Paulus Terwitte OfmCap unter dem Motto: „Zeit beherrschen. Vom fröhlichen Leben in den Grenzen des Möglichen.“
Lehrende der PTH sowie spezialisierte Referenten vertieften in unterschiedlichen Workshops aus dem Blickpunkt ihrer Disziplin – eine Vielfalt, die es schwer machte, aus dem Angebot das Wichtigste zu wählen. Die zahlreichen Facetten der Zeitthematik reichten vom Verständnis der Freizeit in der Tradition des Mönchtums und der Orden und Leibübungen bis zur Eschatologie und dem Zeitverständnis in anderen Religionen, von der Heiligung der Zeit bis zur Analyse der „Zeichen der Zeit“.
Explizit angezielt war, wissenschaftlich und zugleich erfahrungsorientiert zu arbeiten. Daher stand der Theorie-Praxis-Transfer inhaltlich wie methodisch im Mittelpunkt.
Eine Stadtführung am ersten Abend und das Grillen im Klostergarten am Mittwoch trugen zum Ambiente ebenso bei, wie die anregenden Gespräche in den Kaffeepausen.
Im Rückblick sagen wir ein Dankeschön an alle, die mitgewirkt haben, dass dieses Experiment gelingen konnte – dem Hochschulsekretariat, den Referenten und Teilnehmern.
  • Bild 1/14
  • Bild 2/14
  • Bild 3/14
  • Bild 4/14
  • Bild 5/14
  • Bild 6/14
  • Bild 7/14
  • Bild 8/14
  • Bild 9/14
  • Bild 10/14
  • Bild 11/14
  • Bild 12/14
  • Bild 13/14
  • Bild 14/14

IUNCTUS kooperiert mit FH Bochum

Der Fachbereich „Business & Leadership“ hat für den Masterkurs „Internationales Management“ der Fachhochschule Bochum einen Workshop zum Thema „Spiritualität und Management" durchgeführt. IUNCTUS-Direktor Pater Thomas Dienberg begrüßte die 20 Studierenden und Frau Prof. Martina Meyer-Schwickerath im Klostersaal des Kapuzinerklosters Münster. Was ist Spiritualität und bin ich selbst spirituell, war die Grundlage, mit der Pater Thomas den Studierenden Führung und Management aus einer für Wirtschaftsstudenten eher ungewohnten Perspektive vorstellte. Neben Input und Reflexion zur christlichen Spiritualität wurde die Franziskanische Spiritualität als ein praktisches Beispiel gelebter Spiritualität angeboten. Pater Thomas stellte dabei die Haltung des Franziskus in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. „Es ist schon beeindruckend, dass eine Person über ihr Charisma den Grundstein für einen Weltorden legte, der bis heute existiert“, stellte Pater Thomas den Zusammenhang zwischen guter Führung und Erfolg dar. "Wir hoffen, dass dieser Workshop ein Start für eine langfristige Kooperation zwischen der FH Bochum und IUNCTUS gewesen ist", stellten abschließend alle Beteiligten heraus.

Die PTH verabschiedet sich von Prof. Dr. Hans-Gerd Janßen

Am 7. Juli 2016 nahm die PTH Abschied von ihrem langjährigen Fundamentaltheologen und Hochschulsekretär Prof. Dr. Hans-Gerd Janßen. Fast 27 Jahre, seit dem Studienjahr 1989/90, trug Hans-Gerd Janßen Verantwortung für das Fach Fundamentaltheologie, zunächst als Lehrbeauftragter, seit 1994 als Dozent und seit 1996 als Professor. Zudem diente er seit 1.4.1995 21 Jahre lang der PTH als Hochschulsekretär, der für nahezu alle Bereiche der PTH-Verwaltung verantwortlich war.
Grund genug, ihm gebührend zu danken und im Reigen zahlreicher Gäste, darunter einiger der früheren Rektoren, Alumni, vieler KollegInnen und seiner Familie, ausgiebig zu feiern. Musikalisch vielseitig und gekonnt umrahmt wurde die Feier durch das Duo der beiden Brüder Rustem Sakhabiev (Querflöte) und Ruslan Sakhabiev (Violoncello) aus Russland (Musikhochschule Münster).
Prof. Dr. Ulrich Engel OP hielt zu Ehren des Neu-Emeritus einen Festvortrag mit dem Titel: „Politische Theologie – politische Spiritualität. Standortbestimmung in Zeiten von Pegida, AfD und politischem Monotheismus“. Dabei gelang es ihm exzellent, die Anlass zur Sorge gebenden Strömungen heutiger Gesellschaft mit dem fundamentaltheologischen Vermächtnis des Emeritus zu verbinden. Es wurde deutlich, wie sehr uns dessen mahnende Stimme fehlen wird.
Natürlich stand an diesem Tag der Dank im Mittelpunkt. Prof. P. Dr. Ludger Ägidius Schulte OFMCap als Rektor dankte Hans-Gerd Janßen für seine Jahrzehnte lange Tätigkeit. Im Blick auf den Theologen wies er auf das Theodizeeproblem als roten Faden im Œuvre Janßens hin. Im Blick auf den Hochschulsekretär erinnerte er an dessen Begleitung einschneidender Ereignisse der Hochschulgeschichte wie das Ausscheiden der Franziskaner und die Umstellung auf die europäischen Bologna-Vorgaben. Hans-Gerd Janßen ist durch all die Jahre hindurch ein unermüdlicher, immer zuverlässiger Arbeiter gewesen, dessen Rat hochgeschätzt war und bleiben wird.
  • Bild 1/23
  • Bild 2/23
  • Bild 3/23
  • Bild 4/23
  • Bild 5/23
  • Bild 6/23
  • Bild 7/23
  • Bild 8/23
  • Bild 9/23
  • Bild 10/23
  • Bild 11/23
  • Bild 12/23
  • Bild 13/23
  • Bild 14/23
  • Bild 15/23
  • Bild 16/23
  • Bild 17/23
  • Bild 18/23
  • Bild 19/23
  • Bild 20/23
  • Bild 21/23
  • Bild 22/23
  • Bild 23/23

Hochschule untersucht religiöse Bildsprache

Eine Skulptur aus 72 Körperscheiben, ausgelasert in selbstleuchtendem Plexiglas erwartet derzeit die Besucher des Kirchenfoyers in der Münsteraner Innenstadt. Die interaktive Skulptur mit dem Titel „Verdrehter Christus“ wird noch bis Donnerstag, 14. Juli dort zu sehen sein. In dieser Zeit erfüllt sie neben ihrer Funktion als Ausstellungsobjekt noch eine weitere Funktion: Prof. Dr. Katharina Karl von der PTH Münster untersucht anhand der Skulptur die religiöse Bildsprache der Menschen in der Stadt.
Was verbindet man mit der ausgestellten Skulptur „Verdrehter Christus“ als ein Beispiel religiöser Kunst? Diese Frage stellt Karl den Passanten rund um das Kirchenfoyer, um die Wahrnehmung für bildliche religiöse Ausdrucksformen in der Stadt zu untersuchen. „Damit Angebote der Citypastoral mit tatsächlichen religiösen Bedürfnissen und Wahrnehmungen in wechselseitiger Beziehung stehen können, ist es entscheidend, ein genaues Bild des religiösen Verhaltens von Menschen in der Großstadt zu erhalten“, erklärt Karl.
Die Christusfigur entstand im Rahmen einer Kunstaktion während der Kar- und Ostertage 2015 in der Jugendkirche „effata“ in Münster. Rupert König, seit März Leiter des Kirchenfoyers und zuvor Mitarbeiter der Jugendkirche, hatte die Figur entwickelt und künstlerisch umgesetzt. „Ausgehend von dem Thema der Karwoche in der Jugendkirche ‚over and out‘ (Aus und vorbei) habe ich überlegt, was passiert, wenn es mit einer barocken Christusfigur aus und vorbei ist, wenn man sie in Scheiben schneidet.“ Durch die 72 voll beweglichen Scheiben hätten sich die Betrachter interaktiv mit Jesus „befassen“ können. So stehe die Skulptur synonym für Tod und Auferstehung Christi, den Wandel zwischen Tod und Lebendigkeit. „Durch die Veränderung der Gestalt der Christusfigur sollen die Gläubigen neue Perspektiven auf Tod und Auferstehung bekommen“, erklärt König.
Alle Interessierten sind eingeladen, sich den „Verdrehten Christus“ noch bis Donnerstag, 14. Juli, zu den Öffnungszeiten des Kirchenfoyers anzuschauen und an der Umfrage von Prof. Dr. Katharina Karl teilzunehmen.

Foto: Kirchenfoyer Münster

Spiritualität - Ökologie - Wirtschaft / IUNCTUS nimmt an SPES-Jahreskonferenz in Bodø teil

Das neu gegründete Kompetenzzentrum für christliche Spiritualität IUNCTUS hat an der Jahreskonferenz des internationalen wissenschaftlichen Forums SPES (Spirituality in Economics and Society) teilgenommen. Die Veranstaltung fand Ende Mai an der Business School in Bodø (Norwegen), statt. Integral Ecology, Earth Spirituality and Economics” war der diesjährige thematische Schwerpunkt. "Diese Konferenz war eine sehr gute Gelegenheit, den verbindenden Schwerpunkt von IUNCTUS einzubringen", fokussierte IUNCTUS-Direktor Pater Thomas Dienberg auf den eigenen Beitrag „Ecology and Franciscan Spirituality – Insights – Vision - Practise." Neben Pater Thomas waren Bruder Bernd Beermann (Spiritualität und Ökologie) und Markus Warode (Business & Leadership) Gast der Konferenz. Im Fokus des Beitrags stand das Projekt „Klostergarten“ im Kapuzinerkloster Münster. Dieses Projekt vereint die Grundlage franziskanischer Spiritualität mit heutigem Handeln in Gesellschaft und Wirtschaft, wobei der Umgang mit der Natur, der Schöpfung einen besonderen Schwerpunkt erfährt. "Mit diesem Konzept ist es möglich verantwortliche Personen in Unternehmen für einen verantworteten Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren", stellte das Forschungsteam die besondere Relevanz des Projektes für die Zukunft heraus.

Franziskanische Impulse für verantwortetes Handeln in Politik und Unternehmen
IUNCTUS richtet Landeskonferenz der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) NRW aus

„Welche Impulse liefert die Franziskanische Ordenstradition für verantwortetes Handeln in Politik und Unternehmen?“ Zu diesem Thema hat IUNCTUS, das Kompetenzzentrum für christliche Spiritualität der PTH Münster, die Landeskonferenz der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU in Nordrhein-Westfalen ausgerichtet. Nachdem Rektor Ludger Schulte die ca. 30 Teilnehmer begrüßte und die PTH Münster vorstellte, referierte Pater Harald Weber zu den Potenzialen des Franziskanischen Lebensentwurfs für heutige Politiker, Unternehmer und Führungskräfte. Pater Harald fokussierte auf die Haltung des Heiligen Franziskus, die den ganzen Menschen in den Blick nimmt: „Was kann ich für mich aus dem radikalen Lebenswandel von Franz von Assisi lernen und wo finde ich Barmherzigkeit in meinem Handeln?", waren Beispiele, die den Teilnehmern präsentiert wurden. Als besonderes Element des Vortrags bekamen die Teilnehmer Zeit sowohl für sich als auch im Gruppenaustausch über die Impulse aus der Franziskanischen Tradition zu reflektieren. „Die Möglichkeit zur gemeinsamen Reflexion über das Gehörte und für praktische Fragen an einen Ordensmann haben die Teilnehmer sehr positiv wahrgenommen", resümierte der Fachbereichsleiter für Business & Leadership Markus Warode, einer der Initiatoren der Veranstaltung, zufrieden. Nach dem inhaltlichen Vortrag nahm eine große Zahl von Teilnehmern an der Vesper im Kloster teil. Danach nutzte die MIT den Klostersaal für eine steuerrechtliche Weiterbildung ihrer Funktionsträger und hielt abschließend ihre Landesvorstandssitzung ab.

Zum Foto (v.l.): Dr. Matthias Heider MdB (stellv. MIT-Landesvorsitzender), Markus Warode (IUNCTUS), Marie-Luise Dött MdB (MIT-Bundesvorstandsmitglied) und Br. Harald Weber OFMCap (IUNCTUS) bei der MIT Funktionsträgerkonferenz

Kuratorium des ITZ tagt in Münster

Das bislang einmalige Institut für Theologische Zoologie (ITZ), ein An-Institut der PTH, das die Disziplinen Theologie und Zoologie verbindet, gibt nachhaltige Impulse zur Schöpfungsverantwortung in Kirche und Gesellschaft. Das Kuratorium des ITZ traf sich am Freitag, 17.6.2016, im Franz Hitze Haus, Münster, zu seiner alljährlichen Beratungssitzung. Unter der Leitung der Kuratoriumsvorsitzenden, Bischöfin i. R. Bärbel Wartenberg-Potter aus Köln, wurden weitere Strategien besprochen, wie sich das ITZ entwickeln, vernetzen und strukturell anbinden kann. Im Anschluss an die Kuratoriumssitzung veranstaltete das ITZ in Kooperation mit dem Franz Hitze Haus, vom 18.-19.6.2016, eine Tagung mit dem Titel „Mensch - Tier - Natur. Theologische und anthropologische Perspektiven einer neuen Verhältnisbestimmung“. Das ITZ ist heute, nach sechsjährigem Bestehen, über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und wird vielfach angefragt.

Prof. P. Dr. Ludger Ägidius Schulte gestaltet Pastoraltage im Bistum Speyer

Die Kapuziner-Patres Prof. Dr. Ludger Ägidius Schulte (Münster) und Dr. Stefan Walser (München) gestalteten am 8. und 9. Juni 2016 die diesjährigen Pastoraltage im Bistum Speyer. Sie waren eingeladen, mit Priestern, Diakonen, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und –referenten im Jahr der Barmherzigkeit dieses Themenfeld nochmals neu zu bedenken: Barmherzigkeit Gottes als „Provokation zum Leben“. Die beiden Kapuziner verbanden bibeltheologische und dogmatische Ausführungen mit Einsichten aus gelebter und überzeugender Spiritualität ihrer Ordenstradition.
Die 320 Teilnehmer der Tage hatten die Möglichkeit, ganz neue Erfahrungen mit der Barmherzigkeit Gottes zu machen, die allen Menschen gilt – auch ihnen als Seelsorgerinnen und Seelsorgern. Je mehr diese selbst erfahren, dass und wie sie durch die Barmherzigkeit Gottes immer wieder neu den Ruf und die Zusage Gottes hören: „Bleib am Leben“ (Ez 16,6c), desto glaubwürdiger können sie Zeugen der Barmherzigkeit werden und diese durch ihr Leben verkünden.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Seminar der PTH besucht die Ausstellung von Kim En Joong im Osnabrücker Dom

Am 9. Juni 2016 hat eine Gruppe von Studierenden und Lehrenden der PTH das Kunstprojekt besucht, in dessen Rahmen derzeit im Osnabrücker Dom und im Diözesanmuseum unter dem Titel "Hommage an das Licht" Arbeiten des in Frankreich lebenden koreanischen Dominikaners Kim En Joong zu sehen sind. Die Exkursion fand im Rahmen der Lehrveranstaltung von Prof. Dr. Stephan Winter zur "Ästhetik der Liturgie" statt. Als ein inhaltlicher Schwerpunkt wurde deshalb thematisiert, wie die im Dom zu sehenden großformatigen Bilder als zeitweise Intervention in einem sehr geprägten liturgischen Raum
wirken. Friederike Dorner vom Osnabrücker Diözesanmuseum hat u. a. durch verschiedene Wahrnehmungsübungen die Gespräche darüber angeregt.
Die Arbeiten von Kim En Joong, dessen Werke in dieser Form in Deutschland bislang noch nie gezeigt wurden, sind voraussichtlich noch bis zum 03. Juli zu sehen. Weitere Veranstaltungsorte sind Melle und das Dominikanerinnenkloster "Zum gekreuzigten Erlöser", Lage-Rieste im Osnabrücker Land. Nähere Informationen unter:

Artikel NOZ
Artikel NOZ
Artikel NOZ

Workshop mit P. Harald Weber zur Franziskanischen Führung

Welche Werte bestimmen mein Denken und Handeln als Führungskraft? „Wie führe ich mich selbst?“ ist dabei der Anker für eine verantwortete Personal- und Unternehmensführung. Werte wie Vertrauen, Achtsamkeit oder Verantwortung fungieren immer mehr als persönliche Ressource, die Belastungen in Führungs- und Managementprozessen ausbalancieren kann.
Bei einem Workshop mit P. Harald Weber OFMCap, den das neue Institut IUNCTUS am 7. Juni 2016 veranstaltete, bestand die Chance, das persönliche Führungsverhalten zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Durch Impulse aus der 800 Jahre alten franziskanischen Führungstradition erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erste Ansatzpunkte für den Transfer einer wertschätzenden Haltung in die Praxis. Es bestand die Möglichkeit zur Diskussion über Führungserfahrungen in einer interaktiven Gruppe. Dabei konnten auch alternative Perspektiven für die persönliche Führungsarbeit gewonnen werden.

Gastvorlesung von Prof. Engel an der Universität Hamburg

Auf Einladung von Prof. Dr. Manuela Kalsky (Forum Humanum Gastprofessorin an der Universität Hamburg) hielt Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Philosophisch-Theologische Hochschule Münster / Institut M.-Dominique Chenu Berlin) am 31. Mai 2016 eine Gastvorlesung an der ‚Akademie der Weltreligionen‘ der Universität der Hansestadt. Sein Thema lautete: „‚Theologie des guten Lebens‘ aus dominikanischer Sicht“. Dazu bezog sich Engel vor allem auf den französischen Theologen Marie-Dominique Chenu OP (1895-1990). Dieser gehört zu den interessantesten, leider aber auch (fast) vergessenen Theologen des 20. Jahrhunderts. Sein Ansatz beschrieb Engel als eine „Théologie d’ouverture au monde“. D.h., sein für gesellschaftliche Entwicklungen offenes und für die „Zeichen der Zeit“ (Gaudium et spes, 4) aufmerksames Denken und Handeln markierte nicht nur einen Neuanfang der katholischen Theologie, sondern suchte im Sinne einer Theologie des guten Lebens „für alle“ auch den Dialog mit Atheisten, Kommunisten und Muslimen. Damit, so zeigte Engel, ist Chenu auch im 21. Jahrhundert höchst aktuell. Als weitere Referenzgrößen dominikanischen Theologietreibens stellte Engel den Flamen Edward Schillebeeckx OP (1914-2009) sowie den Ägypter Georges Anawati OP (1905-1994) vor.

Die PTH auf dem Katholikentag

Am diesjährigen Katholikentag in Leipzig vom 25. - 29. Mai 2016 unter dem Motto 'Seht da, da ist der Mensch' nahmen auch Professoren und Dozierende unserer Hochschule teil. In Kooperation mit dem Institut M.-Dominique Chenu Berlin veranstaltete die PTH auch eine Podiumsdiskussion mit dem Titel:

"Glauben Denken Mit Esprit - Muss Theologie fromm sein?"

Nach einer Einführung von Prof. P. Dr. Thomas Eggensperger OP diskutierten auf dem Podium die Theologin Sr. Kerstin-Marie Berretz OP, der Freiburger Moraltheologe Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff,
Sr. Ruth Stengel SMMP sowie Br. Paulus Terwitte OFMCap. Moderiert wurde die Diskussion vom Rektor der PTH, Prof. P. Dr. Ludger Ägidius Schulte OFMCap.
Anwalt des Publikums war P. Bernhard Kohl OP, Berlin.
Musikalisch wurde die Veranstaltung bereichert vom Trio Diktion aus Leipzig.
  • Bild 1/19
  • Bild 2/19
  • Bild 3/19
  • Bild 4/19
  • Bild 5/19
  • Bild 6/19
  • Bild 7/19
  • Bild 8/19
  • Bild 9/19
  • Bild 10/19
  • Bild 11/19
  • Bild 12/19
  • Bild 13/19
  • Bild 14/19
  • Bild 15/19
  • Bild 16/19
  • Bild 17/19
  • Bild 18/19
  • Bild 19/19

Kirchliches Handeln: Mission Gerechtigkeit weltweit – Hilfswerke und pastorale Herausforderungen als Weltkirche
Exkursion zu Misereor nach Aachen in Kooperation mit einer Seminargruppe der LMU München

Die weltkirchliche Arbeit in Deutschland als Teil dieser Sendung kennen zu lernen war Ziel des Blockseminars zu Gast bei Misereor in Aachen vom 29.2.-4.3.2016. Als Partner für die Eine Welt leistet die Arbeit der katholischen Hilfswerke mit ihrer spezifischen regionalen Ausrichtungen sowie der Fokussierungen auf die pastorale und diakonische Arbeit der Kirche bzw. die solidarische Bekämpfung von Armut und Not einen wichtigen Beitrag. Im Seminar wurden die theologischen Grundlagen von Hilfswerken beleuchtet und in die Grundvollzüge kirchlichen Handelns eingeordnet. Im Fokus standen vor allem die Spannungen zwischen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Erwartungen und pastoralen Erfordernissen. Im Zentrum des Blockseminars standen der interuniversitäre Austausch sowie Gespräche und Diskussionen mit den Referenten von Misereor. Eine Fahrt nach Brüssel zur internationalen Allianz von katholischen Entwicklungsorganisationen
(CIDSE) rundete schließlich die Erfahrug einer bereichernden Woche ab.
  • Bild 1/5
  • Bild 2/5
  • Bild 3/5
  • Bild 4/5
  • Bild 5/5

IUNCTUS – Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität an der PTH Münster nimmt Arbeit auf

Mit Beginn des Monats April 2016 hat die Arbeit von IUNCTUS, dem neuen Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität, an der PTH Münster begonnen. Die beiden bisherigen Institute der PTH, das Institut für Spiritualität (IFS) und das Institut für Kirche Management und Spiritualität (IKMS) gibt es nicht mehr.
IUNCTUS zeichnet sich durch verschiedene Fachbereiche aus, die in der angewandten Forschung, der Lehre, in akademischen Projekten und im Bereich der Fortbildung arbeiten werden. Die Dozierenden der PTH Münster werden eng mit dem neuen Kompetenzzentrum zusammenarbeiten. Es soll unter anderem erreicht werden, dass der Schwerpunkt der PTH Münster, die „Theologie der Spiritualität“, die philosophischen und theologischen Fächer der PTH einschließt. Die Hochschule der Deutschen Kapuzinerprovinz schärft damit ihr Profil.
IUNCTUS besitzt verschiedene Fachbereiche: Franziskanisch-Mendikantische Spiritualität/Geschichte und Theologie; Spirituelle Tradition und Praktiken; Business und Leadership; Spiritualität und Ökologie; Zeitdiagnostik in säkularer Gesellschaft; Spiritualität und Gesundheit. Auch ein Bereich für interreligiösen Dialog und Spiritualität ist ins Auge gefasst. Zudem soll der Bereich des Coaching und der Begleitung von Organisationen/Ordensgemeinschaften etc. ausgebaut werden.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Religion und Naturschutz:
Wie unsere spirituelle Haltung den Artenschutz beeinflusst

"Macht Euch die Erde untertan" oder "Respekt vor allem Leben". Religion beeinflusst, wie wir mit unseren Mitgeschöpfen umgehen. Manche wurden ausgerottet, andere besonders geschützt.
Weltweit gehen die Bestände von Wildtieren zurück. Das Ausmaß des Artensterbens ist aber regional verschieden und scheint auch vom Kulturkreis abhängig zu sein. Können Religionen helfen, die Schöpfung zu bewahren?
Im christlich dominierten Mitteleuropa wurden seit dem Mittelalter fast alle Großtiere ausgerottet. "Das biblische Motiv 'Macht Euch die Erde untertan' wurde völlig falsch ausgelegt", so Dr. Rainer Hagencord, Leiter des Institutes für Theologische Zoologie, Münster. Tiere wurden als Gefahren bzw. Konkurrenten beseitigt oder nur als Ware gesehen.
Die 30-minütige ZDF-Sendung "planet e." zeigt am Pfingstsonntag, 15.5.2016, 16:30 Uhr, einige Beispiele dafür, wie Wildtiere von religiöser Verehrung profitieren. Die Dokumentation macht deutlich, wie die spirituelle Haltung vieler Menschen einen ganz konkreten Naturschutzzweck erfüllt – so können einige Tiere auch in unserer immer dichter besiedelten Welt überleben.
Nähere Informationen zur Sendung finden Sie hier.

Villa-Abend zur Lebensgestaltung mit der Enzyklika "Laudato Si"

"Sorge für unser gemeinsames Haus" so untertitelt Papst Franziskus seine jüngste Sozialenzyklika.
Kurz und pauschal: Es geht um natürliche Ressourcen, Umweltschutz, gerechtes Miteinander, Technologien - herausfordernde Themen, die mit der Metapher "Haus" zusammengebunden werden.
Gelten sie allein auf globaler Ebene oder besitzen sie auch eine Relevanz für unser alltägliches Zusammenleben im Haus?

Am Villaabend mit PD Dr. Rudolf Branko Hein O.Praem., Lehrbeauftragter für Moraltheologie an der PTH, am 12. Mai 2016 wandelte der Referent mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf den Spuren von "Laudato si" und zeigte konkrete Verbindungslinien zu einer spezifischen Ethik des Hauses auf, die das Glück in Gestalt des "Guten Lebens" der dort Zusammenlebenden anstrebt. Ihre Wurzeln reichen in die Antike zurück, sie mögen zwar längst aus dem Fokus der professionellen Ethiker gerückt sein, sind aber immer noch präsent, bewegend, fesselnd.

  • Bild 1/10
  • Bild 2/10
  • Bild 3/10
  • Bild 4/10
  • Bild 5/10
  • Bild 6/10
  • Bild 7/10
  • Bild 8/10
  • Bild 9/10
  • Bild 10/10

Villa Abend zu Grundgedanken humanitärer Ethik aus der Praxis internationaler Nothilfe

Beim ersten Villa-Abend der PTH im Sommersemester referierte am 28. April 2016 Prof. Dr. Joachim Gardemann, Kinderarzt und Gesundheitswissenschaftler und seit 1997 Professor für Humanbiologie und humanitäre Hilfe an der Fachhochschule Münster.

Die Ethik humanitärer Hilfe basiert auf den Idealen der Nächstenliebe und der Gerechtigkeit und orientiert sich primär an den vier als fundamental angesehenen Prinzipien der Menschlichkeit, Unabhängigkeit, Unparteilichkeit und Neutralität. Besonders im bewaffneten Konflikt hat die Unparteilichkeit Vorrang, da sie den Respekt vor der unbedingten Gleichheit aller Menschen, die darauf aufbauende Gleichbehandlung aller Menschen und die angemessene Hilfeleistung allein nach dem Maß der Not und Bedürftigkeit in sich vereint. Humanitäre Helfer sollten sich in ihrer Entscheidungsfindung nicht nur auf das eigene ethische Verständnis und Weltbild oder die durch ihren Berufsstand vermittelte Berufsethik stützen, vielmehr besteht die zwingende Notwendigkeit, auch über anders gelagerte ethische Theorien und Konstrukte nachzudenken. Hierbei scheint eine Herangehensweise, welche die Gegebenheiten der betroffenen Bevölkerung ausreichend berücksichtigt und sich auf eine Vielzahl möglicher ethischer Theorien stützt, geeignet zu sein, dem individuellen Mitarbeiter im Umgang mit ethischen Dilemmata zu dienen.
  • Bild 1/4
  • Bild 2/4
  • Bild 3/4
  • Bild 4/4

"... seid nicht gleichförmig" (Röm 12,2)
Das Widerständige der Liturgie als Quelle christlicher Spiritualität

In seiner Antrittsvorlesung hob Stephan Winter, der neue Professor für Liturgiewissenschaft an der PTH, die unverzichtbare Rolle des rituellen Gottesdienstes für Ausbildung und Erhalt einer christlichen Spiritualität hervor: “Zusammen mit der Diakonie als zweitem zentralen Pol einer christlichen Existenz nimmt der Geist Gottes in der Liturgie durch die Zeiten hindurch Gestalt an. Hier schenkt Gott in der Kraft seines Geistes lebendigen Anteil am Christusereignis.” Winter legte dabei anhand wichtiger Stationen des christlichen Gottesdienstes in Geschichte und Gegenwart dar, dass gerade in unseren heutigen Lebenskontexten eine christliche Spiritualität, die in der Liturgie ihre Quelle hat, hohe Attraktivität entfalten könne: Solche Liturgie eröffne eine ganz eigene Möglichkeit, das Spannungsfeld von Selbstbestimmung, Selbstbindung und Selbstverwirklichung, durch das modern gedachte Freiheit tiefgreifend geprägt sei, von Jesus Christus und seiner Ganzhingabe aus Liebe her zu erschließen. Wo dies im Netzwerk der verschiedenen gottesdienstlichen Formen gelinge, könne der christliche Gottesdienst tiefgreifend zur Menschwerdung beitragen: für diejenigen, die sich durch eine bewusste Lebensgestaltung aus Taufe und Eucharistie eng mit Christus und mit der Gemeinschaft der Kirche verbinden, aber auch für diejenigen, die sich eher punktuell und anlassbezogen auf die christlich geprägte rituelle Praxis einlassen wollen. “Die gemeinsame Einübung ins liturgische Spiel, in dem sich in der Kraft des Geistes ein personales Miteinander von Gott und Mensch und der Menschen untereinander ereignet, ist dabei bleibende Aufgabe. Sie ist anzugehen im dynamischen Zueinander von individueller Glaubensbiographie, lokalen Glaubenstraditionen und dem Rahmen, den die weltumspannende Kirche setzt.” Nicht zuletzt der Dialog mit anderen Religionen und gesellschaftlichen Kräften, die um ein gutes Leben der Menschen ringen, und vor allem mit der modernen Kunst befruchte diese Suchprozesse: “Eine von hier her verstandene Spiritualität ist sicherlich ein hoch anspruchsvolles Konzept moderner Freiheit. Aber sie ist verankert in einer konkreten Person: in Jesus Christus. Das macht sie letztlich – mit allen Höhen und Tiefen, die Beziehungen zwischen Freiheiten prägen – tragfähiger als so manches andere Angebot auf dem breiten Markt der Sinnangebote.”
  • Bild 1/34
  • Bild 2/34
  • Bild 3/34
  • Bild 4/34
  • Bild 5/34
  • Bild 6/34
  • Bild 7/34
  • Bild 8/34
  • Bild 9/34
  • Bild 10/34
  • Bild 11/34
  • Bild 12/34
  • Bild 13/34
  • Bild 14/34
  • Bild 15/34
  • Bild 16/34
  • Bild 17/34
  • Bild 18/34
  • Bild 19/34
  • Bild 20/34
  • Bild 21/34
  • Bild 22/34
  • Bild 23/34
  • Bild 24/34
  • Bild 25/34
  • Bild 26/34
  • Bild 27/34
  • Bild 28/34
  • Bild 29/34
  • Bild 30/34
  • Bild 31/34
  • Bild 32/34
  • Bild 33/34
  • Bild 34/34
  • Bild 1/7
  • Bild 2/7
  • Bild 3/7
  • Bild 4/7
  • Bild 5/7
  • Bild 6/7
  • Bild 7/7

Ältere Nachrichten finden Sie hier.

Zu weiteren Publikationen von Lehrenden der PTH aus letzter Zeit gelangen Sie hier.