Ein Beispiel für jede Gemeinde: Der Kapuziner Klostergarten Münster erhält Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze

Ein Beispiel für jede Gemeinde:  Der Kapuziner Klostergarten Münster erhält Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt  durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze

Bundesministerin Schulze betonte in ihrer Rede die Bedeutung religiöser Gruppen für den Naturschutz. Der Kapuziner Klostergarten Münster sei dafür ein gelungenes Beispiel. Gerade Gemeinden verfügten über Gärten und Ländereien und könnten dort durch entsprechende Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen und kostbare Naturoasen auch mitten in der Stadt schaffen.

Im Rahmen der Auszeichnung wurde die neue Publikation von Prof. P. Dr. Thomas Dienberg, OFMCap und Prof. Dr. Stephan Winter (IUNCTUS) vorgestellt: „Mit Sorge – in Hoffnung. Zu Impulsen aus der Enzyklika Laudato si’ für eine Spiritualität im ökologischen Zeitalter“.

Nach Lesungen von Buchauszügen, die auch die Schöpfungsgemeinschaft des Heiligen Franz von Assisi in den Blick nahmen, verwies einer der Mitautoren, Bundesumweltminister a.D. Prof. Dr. Klaus Töpfer, auf die Brillanz der Umweltenzyklika. Die Publikation „Mit Sorge – in Hoffnung“ von Dienberg und Winter erscheint am 20.02.2020 im Friedrich Pustet Verlag.

Bruder Bernd Beermann, Guardian des Kapuziner Klosters Münsters, bedankte sich bei allen Partner*innen für die erfolgreiche Zusammenarbeit: beim NABU Münster, Karin Rietmann, für die kompetente Beratung zum Erhalt alter Apfelsorten im Klostergarten und die Förderung der biologischen Vielfalt durch bienenfreundliche Wiesen, Nisthilfen für Vögel und Totholzecken für Insekten, Igel und andere Kleintiere; bei den Alexianer Werkstätten, Johannes Paus und seinem Team, für die professionelle und inzwischen etablierte Gartenpflege; beim Institut für Theologische Zoologie (ITZ), Dr. Rainer Hagencord und seinem Team, für die Entwicklung des „Spiritual Gardening“, Veranstaltungsformaten für Firmlinge und Kommunionsgruppen sowie für Multiplikator*innen zur eigenen Umsetzung in Gemeinden; beim Institut IUNCTUS, Prof. Dienberg und Prof. Winter, für die theologische Unterstützung.

Ein besonderer Dank galt auch der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Alfred Buß, für die zweijährige Projektförderung. Näheres zu Projekt und Terminen 2020 im Kapuziner Klostergarten unter www.kapuzinerklostergarten.de. Für erfrischende musikalische Unterhaltung sorgte die irische Folk-Band Scarlet Scallywags.

Die UN-Dekade zeichnet im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ Projekte aus, die sich der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen widmen. Die Auszeichnung der UN-Dekade wird für zwei Jahre verliehen.

03. Februar 2020
Petra Runte, ITZ